Sensation: Allianz steigt aus Kohle aus

 

Klemens Kindermann kommentiert im Deutschlandfunk den sensationellen Ausstieg der Allianz aus der Kohle

Kein Vertrauen mehr in die Kohle

Eine Versicherung versucht immer, zukünftige Entwicklungen und mögliche Risiken zu erkennen. Wenn der Allianz-Konzern nun seinen Ausstieg aus Kohle-Investments ankündige, dann sei das ein Richtungswechsel mit weltweiter Signalwirkung, kommentiert Klemens Kindermann im DLF. Die Botschaft sei: Klimaschädliche Investments rechnen sich nicht mehr.

unvorstellbare 1 750 Milliarden Euro Investitionsgelder werden verwaltet

Diese Ankündigung der Allianz ist wichtiger als viele politische Erklärungen zur Pariser Klimakonferenz nächste Woche: Der weltgrößte Versicherer steigt aus der Kohle aus. Das ist ein Richtungswechsel, dessen Bedeutung überhaupt nicht hoch genug anzusetzen ist. Denn es geht nicht nur um die rund vier Milliarden Euro, die aus dem Investment in Kohlebergwerke und –kraftwerke abgezogen werden. Es geht um ein Signal: Einer der wichtigsten Geldgeber der Welt hat das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Kohle verloren. Das wird Schule machen. Denn was die Allianz tut, wird auf den internationalen Kapitalmärkten mit Argusaugen verfolgt: Immerhin verwalten die zur Allianz gehörende US-Fondsgesellschaft Pimco und Allianz Global Investors die unvorstellbare Summe von 1 750 Milliarden Euro. Wohin die Allianz marschiert, marschieren auch andere.

Die Abkehr von der Kohle wird weitreichende und sehr unmittelbare Folgen für die Energieunternehmen haben, die ohnehin schon mit der Erosion ihres Geschäftsmodells durch die Energiewende kämpfen. Soeben hat der Chef des Stromriesen RWE, Peter Terium, erklärt, er brauche Geld. Aber zur Zeit kriege er das nicht. Nach dieser Ankündigung der Allianz wird er es erst recht nicht bekommen. Viel wahrscheinlicher ist, dass die Investoren um den stark vom Braunkohle-Geschäft abhängigen Konzern nun gerade einen Bogen machen. Das könnte RWE in wirklich ernste Schwierigkeiten bringen – mit weitreichenden Folgen für Regionen und Arbeitsplätze.

Noch bedeutsamer ist der Schritt der Allianz aber, weil er eine globale Bedeutung entfalten wird. Als international agierender Konzern wird die Allianz die Haltung vieler Kapitalgeber rund um die Erde prägen. Wenn der Konzern meint, klimaschädliche Investments rechneten sich in Zukunft nicht mehr, dann werden weltweit Geldgeber für die Kohleproduktion ihr Engagement überdenken. Ohne Kredite aber ist die Kohleförderung und -verstromung weder in China noch in Indien oder Australien mittel- und langfristig möglich. Dass gerade ein Versicherer diese Wende vollzieht, dessen Geschäft es ist, zukünftige Entwicklungen vorwegzunehmen und vorzurechnen, ist dabei von besonderer Bedeutung. Der Kohleausstieg der Allianz ist das bislang wichtigste Ergebnis der Klimakonferenz in Paris, noch bevor sie begonnen hat.

Götterdämmerung

Unter dem Titel „Der Erdöl-Schlussverkauf“ wird in der FAZ die Situation der Erdölindustrie analysiert.

FAZ: Kaum einer hat den Schwächeanfall der Ölindustrie im vergangenen Jahr kommen sehen. Doch der Klimawandel könnte das Billigöl zum Normalfall machen. Sind fossile Brennstoffreserven tatsächlich nichts mehr wert?

Bitteschön, jetzt aber.  Das zeigt nur wie vernagelt, gierig und unfähig zur Interpretation ihrer eigenen Daten diese Leute sind. Der Zusammenhang zwischen CO2 und katastrophalem Treibhauseffekt auf der Erde war im Detail schon Jahre vorher bekannt.

Iran
Wie hier im Iran, immer mehr Menschen begreifen: Die Zahl 350 steht für Klimasicherheit. Um einen bewohnbaren Planeten zu erhalten, so sagen uns Wissenschaftler, müssen wir die Menge an CO2 in der Atmosphäre von derzeit 400 ppm (Teilchen pro Million) auf unter 350 ppm verringern. Wir glauben, dass eine globale Graswurzelbewegung unsere Politiker mit den wissenschaftlichen Fakten und Prinzipien der Gerechtigkeit in die Verantwortung nehmen kann. Wenn wir das schaffen, können wir damit beginnen, die Lösungen, die uns allen eine bessere Zukunft garantieren, umzusetzen.

FAZ „Es ist derzeit eine der spannendsten Kontroversen der Klimaschutzpolitik: Die These von den „gestrandeten Vermögenswerten“ (stranded assets) hat binnen kurzer Zeit die Debatte um fossile Brennstoffe auf den Kopf gestellt. Viele Jahre lang drehte sich die Energiedebatte um die Frage, ob der Welt das Öl ausgeht (peak oil). Jetzt dagegen lautet die Warnung, dass womöglich viel mehr Öl da ist, als gebraucht wird.

Seit dem vergangenen Jahr haben sich die Ölpreise rund halbiert, kaum ein Energiefachmann hatte diesen Schwächeanfall kommen sehen. Doch die These von den gestrandeten Vermögenswerten legt nahe, dass der Klimawandel das Billigöl zum neuen Normalfall machen wird. Das Argument lautet: Ölquellen, Gasfelder und Kohleminen seien sehr viel weniger wert als bisher angenommen. Denn ein Großteil der noch vorhandenen Reserven an fossilen Brennstoffen könne nie verbrannt werden, weil dadurch viel mehr Kohlendioxid freigesetzt würde, als das Weltklima verkrafte. Früher oder später würden deshalb Klimaschutzmaßnahmen zwangsläufig die überschüssigen Reserven an Kohle, Öl und Gas wertlos machen.“

Hoffentlich werden dafür auf dem Weltklimagipfel im Dezember in Paris die richtigen Signale gesetzt.

Malaysia
Menschen in Malaysia unterstützen die Ziele von 350.org

FAZ: „Aus dieser Argumentation wird dann die Forderung an Konzerne wie Exxon-Mobil, Shell und BP abgeleitet, kein Geld mehr in die teure Suche nach neuen Ölquellen zu stecken. Wozu auch, denn die Welt habe ja schon heute mehr Öl, als sie gebrauchen könne. Die Unternehmen sollten die eingesparten Milliarden besser an ihre Aktionäre ausschütten und diese das Geld in erneuerbare Energien reinvestieren.“

Ausschüttungen finde ich verantwortungslos. Die sollen erst mal für die angerichteten Schäden haftbar gemacht werden. Natürlich muss auch den Mitarbeitern eine Alternative geboten werden, also in erneuerbare investieren.

FAZ „Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass zwei Drittel der fossilen Brennstoffreserven in der Erde bleiben müssen, wenn der globale Temperaturanstieg auf die von Klimaforschern angemahnten 2 Grad Celsius begrenzt werden soll. Fachleute der amerikanischen Großbank Citigroup erwarten, dass deshalb bis zur Mitte des Jahrhunderts Kohle, Öl und Gas im Wert von rund 90 Billionen Euro „stranden“. Die britische Notenbank warnt schon, eine abrupte Abwertung von fossilen Brennstoffen könnte die Stabilität des globalen Finanzsystems bedrohen. Schließlich zählen die Ölriesen bisher zu den wertvollsten Unternehmen der Welt.“

Und dann können wir Steuerzahler diese Steuerflüchtlinge wieder retten.  Besonders heftig werden die Verwerfungen um die Ölstaaten. Saudi Arabien ohne Öl-Reichtümer? Ja, bitte schnell, das hilft sehr im Kampf gegen den IS Terror.

FAZ “ Viele Investoren haben sich der „Divest“ Bewegung angeschlossen

Im Ringen um den Klimaschutz entwickelt derzeit kaum ein Argument eine solche Durchschlagskraft wie dieses. Am Kapitalmarkt beginnen langfristig orientierte Investoren Geld aus fossilen Brennstoffen abzuziehen – aus Sorge um ihre Reputation, aber auch, weil sie das Entwertungsrisiko ernst nehmen. Bisher trifft dieser Anleger-Boykott vor allem die besonders klimaschädliche Kohle. Norwegens Staatsfonds, der größte der Welt, will nicht mehr in Kohleaktien investieren. Große Versicherungen und Banken wie Axa und Bank of America kündigten ähnliche Schritte an.

Schätzungen zufolge haben sich mittlerweile Investoren mit einem verwalteten Vermögen von 2,3 Billionen Euro dieser „Divest“-Bewegung angeschlossen. Damit hat sich das Volumen binnen eines Jahres mehr als verfünfzigfacht. Sollten die Staats- und Regierungschefs auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen im Dezember in Paris energischere Maßnahmen gegen den Klimawandel beschließen, könnte sich dieser Trend verstärken.“

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Bill Mc Kibben, Foto Jennifer Esperanza

…. hat die globale Klimabewegung auch hart für gekämpft, speziellen Dank an 350.org Bill McKibben.

FAZ „Die These der gestrandeten Vermögenswerte ist allerdings umstritten. Einerseits könnte der technische Fortschritt in Zukunft doch eine klimaschonende Nutzung fossiler Brennstoffe möglich machen. Andererseits wischen Ölmanager die Bedenken bisher als unrealistische Gedankenspiele zur Seite mit der Begründung, der globale Energiehunger sei schlicht zu groß, als dass fossile Brennstoffe wertlos werden könnten. Sie verweisen auf Prognosen der IEA, nach denen die Welt auch im Jahr 2040 noch drei Viertel ihres Energiebedarfs mit fossilen Brennstoffen decken werde.“

… noch ein allerletzter Versuch der Realitätsverweigerung.  Leute, dieses Risiko wollen wir für unseren Planeten nicht eingehen, denn wir haben keinen Plan B.

FAZ “ Doch auch wenn der Verbrauch so schnell nicht verebben sollte, ist eine frühzeitige Reserven-Entwertung vorstellbar, denn schon die Angst vor einem künftigen Wertverlust könnte dazu führen, dass fossile Brennstoffe in einer Art Schlussverkauf zu Niedrigpreisen verramscht werden. Mehr als 70 Prozent der Ölreserven werden vom Ölstaatenkartell Opec kontrolliert. Beim heutigen Förderniveau würde es bis ins Jahr 2105 dauern, bis das Kartell seine Reserven vollständig ausgeschöpft hätte. Es wäre deshalb nur vernünftig, dass sich die Opec schon heute Gedanken darüber macht, ob es im nächsten Jahrhundert noch einen Ölmarkt gibt.

Der Schlussverkauf fängt also womöglich an, lange bevor das Erdölzeitalter zu Ende geht. Denn folgen die Ölstaaten der These der gestrandeten Vermögenswerte, müssen sie alles daransetzen, ihre Fördermengen zu steigern, um ihren Ölschatz zügig in Einnahmen umzumünzen. Zwar würde das höhere Angebot wohl rasch den Preis deutlich drücken, aber es wäre immer noch besser, jetzt Abschläge in Kauf zu nehmen, als später womöglich ganz auf dem Öl sitzenzubleiben, weil es keinen Markt mehr dafür gibt. Die Klimadebatte wird die Spielregeln in der Ölindustrie radikal verändern und das Geschäftsmodell der Konzerne in Frage stellen. Nicht von heute auf morgen, aber auch nicht erst am Sanktnimmerleinstag, wie die Ölmanager glauben machen wollen.“

FAZ 15.10.2015, Markus Theurer, aus dem Herzen des europäischen Turbokapitalismus, London

Wir müssen verhindern, dass diese skrupellosen Menschen noch schnell alle Kohle-, Öl- und Gasreserven raushauen, weil sie sich in ihren teuren Villen, hinter hohen Mauern sicher fühlen.

EndeGelaende
„Ende Gelände“ fordert die deutsche Klimabewegung von der RWE

 

Wow, positiv überrascht

Union Investment verwaltete per 31. Dezember 2013 ein Vermögen von 206,2 Milliarden Euro. Das ist richtig fett. Mit dabei, die Anlagen meiner „Riesterrente“. Ich habe meiner Bank geschrieben und am 1. Juni eine Antwort bekommen:

AW: Ihre E-Mail vom 27.05.2015 (Vorgang: 1200259)

Sehr geehrter Herr Sczech,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Gern nehmen wir zu den von Ihnen angesprochenen Punkten Stellung:

Klima- und Umweltschutz nehmen wir bei Union Investment sehr ernst. Union Investment steht schon lange mit CO2-intensiven Unternehmen im Dialog und dringt auf Emissionsreduktionen. Wenn große Unternehmen nicht an das Carbon Disclosure Project (CDP) berichten, verweigern wir Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung, denn das ist für uns ein denkbar schlechtes Signal. Darüber hinaus suchen wir den Dialog mit den Unternehmen zum Thema CDP.

Zusätzlich sprechen wir dies auch auf den Hauptversammlungen aktiv an. Beispielhaft haben wir Ihnen eine Passage aus der Hauptversammlungsrede von RWE beigefügt, die unser Fondsmanager Ingo Speich am 23. April 2015 vor den RWE Aktionären in Essen gehalten hat:

„RWE ist nach wie vor der größte Kohlendioxid-Emittent in Europa – ein trauriger Negativrekord! Welche Maßnahmen sehen Sie am effektivsten und dringlichsten an, um den CO2-Ausstoß weiter zu reduzieren? Hohe CO2-Emissionen sind gleichbedeutend mit hohen Kosten, da die Emissionsrechte gekauft werden müssen. RWE muss alles daran setzen, die CO2-Emissionen und damit die Kosten für die Aktionäre zu reduzieren – denn niemand sonst zahlt die Zeche!
Bei der Verringerung der CO2-Emissionen helfen auch die erneuerbaren Energien. RWE ist immer noch das Schlusslicht mit nur 7,5 Prozent der Stromerzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien. Gibt es Möglichkeiten, auch mit dem künftig geringeren Investitionsbudget den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben? Wie sieht es mit Offshore Wind aus?“

Als aktiver Aktionär nutzen wir gezielt unsere Möglichkeiten. Wir nehmen Einfluss auf strategische Entscheidungen von Unternehmen, in die wir investieren, damit soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt werden. Im Sinne unseres Vote & Voice-Ansatzes führen wir jährlich mehr als 4.000 Gespräche mit Unternehmen und nehmen zirka 1000 Proxy Voting-Rechte wahr. Auf Hauptversammlungen treten unsere Experten als Redner auf und sensibilisieren für Themen wie Coporate Governance, Auswirkungen von CO2-Emissionen auf die Umwelt, Chancen erneuerbarer Energien, Konsequenzen von Rüstungsbeteiligungen und Kapitalmaßnahmen.

Weitere Details wie wichtig Union Investment die Thematik „Nachhaltigkeit“ ist, erfahren Sie unter dem folgendem Link auf unserer Homepage: https://unternehmen.union-investment.de/startseite/wofuer-wir-uns-engagieren/anspruch-grundsaetze/nachhaltigkeit.html

Bei Ihrer UniProfiRente sind per 30. April 2015 lediglich 3,1 Prozent im Fonds UniEuroRenta (Basis Wertpapiervermögen) in Anleihen aus den Branchen Energie, Versorgung sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe investiert.

Haben Sie weitere Fragen? Rufen Sie uns einfach an, wir sind gern für Sie da.
Mit freundlichen Grüßen aus Frankfurt am Main

Union Investment Privatfonds GmbH

René Kirsten
Kundenbetreuer

_________________________________
Union Investment Privatfonds GmbH
Weißfrauenstraße 7
60311 Frankfurt am Main
http://www.union-investment.deUnion_Investment_2010_logo

 

 

Mein Schreiben vom 27.5.2015:

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

vielen Dank für ihr Schreiben zur Anpassung der Sonderbedingungen für meine Altersvorsorge in der UniProfiRente.

Ich bin sehr besorgt über die realen Bedrohungen durch den Klimawandel und empfinde es moralisch und finanziell falsch, in Unternehmen zu investieren, deren Geschäftsmodelle das Verbrennen von mehr Öl, Gas und Kohle beinhalten.

Ich möchte Sie herzlich um Antworten zu folgenden Fragen bitten:

  • Welcher Anteil meiner UniProfiRente Anlagen wird in Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie investiert?
  • Mit welchen Maßnahmen, falls vorhanden, kann ich sicherstellen, dass meine UniProfiRente Anlagen nicht in Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie investiert werden?
  • Wenn es keine fossile Brennstoff freie Optionen bei Union Investment gibt, werden Sie versuchen in der Zukunft welche anzubieten? Organisationen wie FTSE und MSCI bieten bereits Indizes an, die fossile Brennstoffindustrien ausschließen.
  • Ich möchte, das Union Investment sich zum Ausstieg von den Top-200-Unternehmen mit fossilen Brennstoffen innerhalb von fünf Jahren verpflichtet und etwaige neue Investitionen in diese Unternehmen sofort stoppt. Ich bin besorgt über die finanziellen Risiken, da diese wahrscheinlich gezwungen sein werden, große Teile ihrer bestehenden Reserven in der Erde zu lassen. Analysen zeigen, dass in den letzten Jahren Pensionsfonds, die Anlagen aus fossilen Brennstoffen veräußert haben, finanziell die in fossilen Energieträgern investierten übertroffen haben. 2014 hatte der US-amerikanische Rockefeller Brothers Fund nach intensiven Analysen den Ausstieg aus „fossil fuel investments“ beschlossen.
  • Wenn die Union Investment Privatfonds GmbH sich zur keiner Strategie der Desinvestition aus fossilen Energieträgern verpflichtet, wird sie prüfen das Kohlenstoff-Risiko der Anlagen zu verringern?
  • Gibt es Pläne von Union Investment, eine kohlenstoffarme Wirtschaft durch Investitionen zu fördern?

Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Sczech

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Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine im Jahr 2000 in London gegründete Non-Profit-Organisation mit dem Ziel, dass Unternehmen und auch Kommunen ihre Umweltdaten veröffentlichen wie die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen und den Wasserverbrauch. Einmal jährlich erhebt das CDP im Namen von Investoren anhand von standardisierten Fragebögen auf freiwilliger Basis Daten und Informationen zu CO2-Emissionen, Klimarisiken und Reduktionszielen und -strategien von Unternehmen. Das CDP verwaltet die mittlerweile weltweit größte Datenbank ihrer Art.

Mehr als 655 institutionelle Anleger unterstützen das Projekt als so genannte „Signatory Investors“. Zusammen genommen verwalten diese Investoren ein Vermögen von mehr als 78 Billionen US-Dollar und sind damit im Besitz eines Großteils der umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen der Welt. [1] Das CDP ist unabhängig und finanziert sich durch ein breites Spektrum an Sponsoren, außerdem durch Mitgliedsbeiträge und im Rahmen von besonderen Projekten und Partnerschaften. Die von den Unternehmen freigegebenen Daten und die jährlichen CDP Berichte sind auf der Internetseite des CDP für alle Interessenten frei verfügbar. Die Investoren, die das CDP unterstützen, erhalten auch Zugang zu nicht-öffentlichen Informationen.

Insgesamt gibt es 31 Samples, aufgeteilt nach Ländern, Regionen bzw. Sektoren.