350.org Aktionsplan Pariser Klimagipfel

RtP-Timeline-GraphicMehr Infos auf der Website con 350.org

WorkshopMainz
Meldung des ersten „Power Through Paris workshop“ in Europa: Josefsstr. 12 in Mainz/Germany am 11 Oktober 2015.

Anmeldung in Mainz am 1. November

 

350.org ist eine vom US-amerikanischen Autor und Umweltaktivisten Bill McKibben gegründete internationale Klimaschutz-Organisation. Ziel von 350.org ist der Aufbau einer weltweiten Graswurzelbewegung zum Klimaschutz. Neben der Bewusstseinsbildung hinsichtlich der menschengemachten globalen Erwärmung sowie der Folgen des Klimawandels, geht es der Organisation auch darum, die Argumente von Klimaskeptikern wissenschaftlich zu widerlegen.

350.org entlehnt seinen Namen einer 2008 veröffentlichten Studie des NASA-Klimaforschers James Hansen, die besagt, dass der Gehalt von Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre 350 parts per million (ppm) nicht überschreiten darf, wenn das 2-Grad-Ziel erreicht und ein Kippen des globalen Klimasystems mit irreversiblen Folgen verhindert werden soll.[1][2] Da der derzeitige Wert mit rund 400 ppm bereits deutlich über der von Hansen genannten Grenze liegt, fordert 350.org eine sofortige und drastische Reduktion der CO2-Emissionen[3], den Verbleib von 80 Prozent aller weltweiten fossilen Brennstoff-Reserven im Boden[4] sowie das Binden von bereits in der Atmosphäre befindlichem CO2 mittels Geo-Engineering.

Im September 2014 wurde die Organisation, gemeinsam mit Ihrem Gründer Bill McKibben, mit dem Right Livelihood Award, dem sog. Alternativen Nobelpreis, „für die erfolgreiche Mobilisierung einer wachsenden zivilgesellschaftlichen Bewegung für weitreichende Maßnahmen gegen den Klimawandel in den Vereinigten Staaten und weltweit“ ausgezeichnet.

Quelle: Wikipedia.de

Wow, positiv überrascht

Union Investment verwaltete per 31. Dezember 2013 ein Vermögen von 206,2 Milliarden Euro. Das ist richtig fett. Mit dabei, die Anlagen meiner „Riesterrente“. Ich habe meiner Bank geschrieben und am 1. Juni eine Antwort bekommen:

AW: Ihre E-Mail vom 27.05.2015 (Vorgang: 1200259)

Sehr geehrter Herr Sczech,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Gern nehmen wir zu den von Ihnen angesprochenen Punkten Stellung:

Klima- und Umweltschutz nehmen wir bei Union Investment sehr ernst. Union Investment steht schon lange mit CO2-intensiven Unternehmen im Dialog und dringt auf Emissionsreduktionen. Wenn große Unternehmen nicht an das Carbon Disclosure Project (CDP) berichten, verweigern wir Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung, denn das ist für uns ein denkbar schlechtes Signal. Darüber hinaus suchen wir den Dialog mit den Unternehmen zum Thema CDP.

Zusätzlich sprechen wir dies auch auf den Hauptversammlungen aktiv an. Beispielhaft haben wir Ihnen eine Passage aus der Hauptversammlungsrede von RWE beigefügt, die unser Fondsmanager Ingo Speich am 23. April 2015 vor den RWE Aktionären in Essen gehalten hat:

„RWE ist nach wie vor der größte Kohlendioxid-Emittent in Europa – ein trauriger Negativrekord! Welche Maßnahmen sehen Sie am effektivsten und dringlichsten an, um den CO2-Ausstoß weiter zu reduzieren? Hohe CO2-Emissionen sind gleichbedeutend mit hohen Kosten, da die Emissionsrechte gekauft werden müssen. RWE muss alles daran setzen, die CO2-Emissionen und damit die Kosten für die Aktionäre zu reduzieren – denn niemand sonst zahlt die Zeche!
Bei der Verringerung der CO2-Emissionen helfen auch die erneuerbaren Energien. RWE ist immer noch das Schlusslicht mit nur 7,5 Prozent der Stromerzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien. Gibt es Möglichkeiten, auch mit dem künftig geringeren Investitionsbudget den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben? Wie sieht es mit Offshore Wind aus?“

Als aktiver Aktionär nutzen wir gezielt unsere Möglichkeiten. Wir nehmen Einfluss auf strategische Entscheidungen von Unternehmen, in die wir investieren, damit soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt werden. Im Sinne unseres Vote & Voice-Ansatzes führen wir jährlich mehr als 4.000 Gespräche mit Unternehmen und nehmen zirka 1000 Proxy Voting-Rechte wahr. Auf Hauptversammlungen treten unsere Experten als Redner auf und sensibilisieren für Themen wie Coporate Governance, Auswirkungen von CO2-Emissionen auf die Umwelt, Chancen erneuerbarer Energien, Konsequenzen von Rüstungsbeteiligungen und Kapitalmaßnahmen.

Weitere Details wie wichtig Union Investment die Thematik „Nachhaltigkeit“ ist, erfahren Sie unter dem folgendem Link auf unserer Homepage: https://unternehmen.union-investment.de/startseite/wofuer-wir-uns-engagieren/anspruch-grundsaetze/nachhaltigkeit.html

Bei Ihrer UniProfiRente sind per 30. April 2015 lediglich 3,1 Prozent im Fonds UniEuroRenta (Basis Wertpapiervermögen) in Anleihen aus den Branchen Energie, Versorgung sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe investiert.

Haben Sie weitere Fragen? Rufen Sie uns einfach an, wir sind gern für Sie da.
Mit freundlichen Grüßen aus Frankfurt am Main

Union Investment Privatfonds GmbH

René Kirsten
Kundenbetreuer

_________________________________
Union Investment Privatfonds GmbH
Weißfrauenstraße 7
60311 Frankfurt am Main
http://www.union-investment.deUnion_Investment_2010_logo

 

 

Mein Schreiben vom 27.5.2015:

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

vielen Dank für ihr Schreiben zur Anpassung der Sonderbedingungen für meine Altersvorsorge in der UniProfiRente.

Ich bin sehr besorgt über die realen Bedrohungen durch den Klimawandel und empfinde es moralisch und finanziell falsch, in Unternehmen zu investieren, deren Geschäftsmodelle das Verbrennen von mehr Öl, Gas und Kohle beinhalten.

Ich möchte Sie herzlich um Antworten zu folgenden Fragen bitten:

  • Welcher Anteil meiner UniProfiRente Anlagen wird in Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie investiert?
  • Mit welchen Maßnahmen, falls vorhanden, kann ich sicherstellen, dass meine UniProfiRente Anlagen nicht in Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie investiert werden?
  • Wenn es keine fossile Brennstoff freie Optionen bei Union Investment gibt, werden Sie versuchen in der Zukunft welche anzubieten? Organisationen wie FTSE und MSCI bieten bereits Indizes an, die fossile Brennstoffindustrien ausschließen.
  • Ich möchte, das Union Investment sich zum Ausstieg von den Top-200-Unternehmen mit fossilen Brennstoffen innerhalb von fünf Jahren verpflichtet und etwaige neue Investitionen in diese Unternehmen sofort stoppt. Ich bin besorgt über die finanziellen Risiken, da diese wahrscheinlich gezwungen sein werden, große Teile ihrer bestehenden Reserven in der Erde zu lassen. Analysen zeigen, dass in den letzten Jahren Pensionsfonds, die Anlagen aus fossilen Brennstoffen veräußert haben, finanziell die in fossilen Energieträgern investierten übertroffen haben. 2014 hatte der US-amerikanische Rockefeller Brothers Fund nach intensiven Analysen den Ausstieg aus „fossil fuel investments“ beschlossen.
  • Wenn die Union Investment Privatfonds GmbH sich zur keiner Strategie der Desinvestition aus fossilen Energieträgern verpflichtet, wird sie prüfen das Kohlenstoff-Risiko der Anlagen zu verringern?
  • Gibt es Pläne von Union Investment, eine kohlenstoffarme Wirtschaft durch Investitionen zu fördern?

Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Sczech

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Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine im Jahr 2000 in London gegründete Non-Profit-Organisation mit dem Ziel, dass Unternehmen und auch Kommunen ihre Umweltdaten veröffentlichen wie die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen und den Wasserverbrauch. Einmal jährlich erhebt das CDP im Namen von Investoren anhand von standardisierten Fragebögen auf freiwilliger Basis Daten und Informationen zu CO2-Emissionen, Klimarisiken und Reduktionszielen und -strategien von Unternehmen. Das CDP verwaltet die mittlerweile weltweit größte Datenbank ihrer Art.

Mehr als 655 institutionelle Anleger unterstützen das Projekt als so genannte „Signatory Investors“. Zusammen genommen verwalten diese Investoren ein Vermögen von mehr als 78 Billionen US-Dollar und sind damit im Besitz eines Großteils der umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen der Welt. [1] Das CDP ist unabhängig und finanziert sich durch ein breites Spektrum an Sponsoren, außerdem durch Mitgliedsbeiträge und im Rahmen von besonderen Projekten und Partnerschaften. Die von den Unternehmen freigegebenen Daten und die jährlichen CDP Berichte sind auf der Internetseite des CDP für alle Interessenten frei verfügbar. Die Investoren, die das CDP unterstützen, erhalten auch Zugang zu nicht-öffentlichen Informationen.

Insgesamt gibt es 31 Samples, aufgeteilt nach Ländern, Regionen bzw. Sektoren.

KfW Geld für Klimakiller

Staatsbank steckt Geld in Klimakiller

Die KfW-Gruppe finanziert Umwelt- und Klimaschutz über den Kauf von „Green Bonds“. Aber sie investiert auch kräftig in Kohlekraftwerke.

HAMBURG taz | Die größte Förderbank der Welt hat ein Imageproblem: Auf der Bilanzpressekonferenz der KfW in Frankfurt versuchte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Schröder am Mittwoch den Spagat zwischen „grünen“ Investitionen und der Finanzierung von „schmutzigen“ Kohlekraftwerken.

Noch im zweiten Quartal will Schröders KfW „Green Bonds“ für 1 Milliarde Euro kaufen. Das wird vom Bundesumweltministerium unterstützt. Durch den Kauf der Wertpapiere soll die KfW „geeignete Klima- und Umweltschutzprojekte mitfinanzieren“, erklärte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Es geht um Abfallwirtschaft, umweltverträgliche Transportsysteme und erneuerbare Energien.

„Wir beschäftigen uns seit Langem mit Nachhaltigkeit im Kapitalmarkt“, versicherte eine Sprecherin der KfW-Bankengruppe. Deutschlands drittgrößtes Kreditinstitut finanziert Windmühlen und Solarenergie, fördert die Energieeffizienz von Fabriken und den Bau von Nullenenergiehäusern.

Die Bank, die zu 80 Prozent dem Bund und zu 20 Prozent den Ländern gehört, ist auch weltweit nachhaltig unterwegs: Sie investiert in einen Windpark in Uruguay, in ein „grünes“ Stromnetz in Südafrika und in die Energiewende in Marokko. Aber: Die deutsche KfW-Bank unterstützt auch Neubauten von klimaschädlichen Kohlekraftwerken im Ausland mit Milliardensummen.

Druck von Sigmar Gabriel

Aktuell ist sie nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen am Neubau von einem Dutzend Kohlekraftwerken, Kohleminen und Kohleinfrastrukturprojekten beteiligt. Zwar hatte im September Umweltministerin Hendricks für die KfW-Entwicklungsbank das Ende der Kohlefinanzierung bei Neubauten verkündet. „Doch das sind bestenfalls marginale Einschränkungen“, kritisierte Kathrin Petz, Energieexpertin der Organisation Urgewald, gegenüber der taz. Der weit größere Teil werde über die Exportfinanzierung der KfW-„Tochter“ IPEX-Bank abgewickelt. Petz: „Auf Druck der Industrie hat sich Wirtschaftsminister Gabriel gegen Umweltministerin Hendricks durchgesetzt.“

Energiekonzerne und Maschinenbauer in Deutschland sind traditionell besonders stark im internationalen Kohlegeschäft aktiv und erwarten dank der KfW-Kredite große Exportaufträge. Es liegen Anträge für KfW-Kohleprojekte aus Australien, Indonesien, Kasachstan, Südkorea, Kroatien, Philippinen, Polen, Südafrika und weiteren Ländern vor. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung Ende März auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.

Die KfW verteidigt ihre Kohlefinanzierung in einem Strategiepapier als „Baustein für wirtschaftliche Entwicklung und damit für Armutsbekämpfung“ in Entwicklungs- und Schwellenländern. Außerdem, so eine KfW-Sprecherin, senke eine modernisierte Kohleinfrastruktur den Ausstoß von CO2-Emissionen erheblich. Für die Finanzierung stelle die KfW „höchste Ansprüche an deren Umwelt- und Sozialverträglichkeit“. Das bezweifeln Kritiker. Petz von Urgewald kritisiert „die sogenannten Umweltkriterien“ als schwammig.