Startup Valley: reflecta.network

Am 10. Oktober 2018 berichtete das Startup Valley ausführlich über das reflecta.network:

reflecta.Network Vernetzungs-, Informations- und Professionalisierungs-Plattform

Stellen Sie sich und das Startup reflecta.network doch kurz unseren Lesern vor
Das reflecta.network ist eine Vernetzungs-, Informations- und Professionalisierungs-Plattform für diejenigen, die sich an drängenden Fragen unserer Zeit wagen, wie z.B. Klimawandel, Nachhaltigkeit, Bildung, Inklusion, Digitalisierung, Soziale Innovationen und die Entgegenwirkung von Populismus.

Dieses stetig wachsende Netzwerk begleitet innovative Lösungsansätze, verbindet Akteure und treibt so den gesellschaftlichen Wandel systematisch voran.

Reflecta.Network ist ein Zusammenschluss von Reflecta e.V. (Daniela Mahr), zauberware technologies (Simon Franzen), IMMERWIEDER DESIGN (Jannis Borgers & Miriam Wagner) sowie der Sczech-Stiftung (Reinhard Sczech). Zusammen haben wir die trustchain eG gegründet, die für die Entwicklung der Plattform beauftragt wird. Auftraggeber ist Reflecta e.V.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?
Auf den Reflecta Filmfestivals wurden wir immer häufiger danach gefragt, welche Möglichkeiten eine Einzelperson hat, um aktiv zu werden, welche Vernetzungsmöglichkeiten angeboten werden oder wie sie Unterstützung für die Realisierung ihrer Projekte finden könnten.

Um auf all diese Fragen eine Antwort liefern zu können, haben wir die Plattform reflecta.Network gegründet.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Wie gründet man eine Genossenschaft? Was ist bei einer Unternehmensgründung zu beachten? Was sollte in einer Satzung stehen? Zum Glück setzt sich unser gesamtes Team aus Selbstständigen bzw. Gründern zusammen, so dass wir schnell Antworten auf all unsere Fragen fanden. Seit Oktober 2017 ist die trustchain eG beim Deutschen Genossenschaftsverband eingetragen.

Welche Vision steckt hinter Reflecta.Network?
Wir wollen eine zukunftsfähige Gesellschaft, die miteinander lebt und wirtschaftet und dabei alle Beteiligten miteinschließt. In der der faire Umgang mit allen Lebewesen eine Selbstverständlichkeit ist und man erkannt hat, dass alle Lebensbereiche zusammengehören: das Ökosystem, das Wirtschaftssystem und unser soziales Gefüge.

Wir wollen erreichen, dass sich mehr Menschen oder Organisationen einfacher mit ihren Ideen und ihrem Engagement einbringen können.

Darin sehen wir die eigentliche Grundlage gesellschaftlichen Wandels. Der wird in unserer komplizierten Zeit immer komplexer: Um ihn erfolgreich zu bewältigen und der enormen Veränderungsgeschwindigkeit gerecht zu werden, wollen wir mit der Plattform alle Ressourcen und Know-how bündeln und gemeinsam neue soziale Handlungsweisen entwickeln.

Für dieses Ziel verbinden wir lokale und überregionale Akteure, regen Kooperationen an, unterstützen Professionalisierung und erhöhen die Sichtbarkeit. Wir stärken Organisationen, die bereits aktiv sind. So bereiten wir den Weg, den Wirkungskreis zu erweitern und neue Menschen zu erreichen.

Wir entwickeln zusammen mit den Akteuren einen interaktiven Raum, der alle Projekte, Unternehmen sowie deren Verantwortliche vereint. Wir haben eine intelligente Suche entwickelt, die diejenigen per „Match“ und direkter Aufforderung in Kontakt bringt, die sich finden müssen, damit ihr Vorhaben erfolgreich wird.

Wer ist die Zielgruppe von Reflecta.Network?
Alle, die sich für eine sozial- ökologische Transformation einsetzen möchten: Organisationen, Initiativen, Aktivisten, Unternehmen, Kommunen, Stiftungen, Behörden und Menschen, die sich engagieren wollen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir möchten Vernetzung, Austausch und Professionalisierung durch eine neue Methode ermöglichen. Das spielerische Element und die innovativen technologischen Möglichkeiten animieren die Menschen zum Mitmachen. Denn das ist es doch, worum es am Anfang immer geht: den ersten Funken zu entfachen. Mit einer Funktion, die das Suchen und Finden ermöglicht, ist es nicht getan. Wer wirklich finden will, der schafft das heute schon über google.

Wir haben dagegen eine intelligente Suche und zielorientierte Plattform entwickelt, die mehr bietet als nur Information:

Austausch, Vernetzung und Professionalisierung von Projektabläufen, die sonst ohne diese Austauschmöglichkeit in viel kleinerem Rahmen oder eben gar nicht realisiert werden würden. Was wir bezwecken ist zudem eine Annäherung an die Frage, wie die Digitalisierung unsere Wirtschaft, unsere Arbeit und die Ausgestaltung unseres Zusammenlebens verändern kann.

Unsere nächsten Kernthemen:

Wissen teilen: Akteure und deren Lösungswege präsentieren und voneinander lernen
Menschen vernetzen: Matching-Algorithmen verbinden Changemaker
Projekte professionalisieren: Passende Tool-Kits für den Projekt-Status
Sichtbarkeit erhöhen: Für bestehende Communities und Organisationen geeignet
Vertrauen schaffen: Mitgliedschaften durch Bestätigung
Vergleichbarkeit schaffen: Sichtbarkeit von Global Goals und Megatrends
Nachverfolgung & Messbarkeit: Social Impact.

Sie sind für den WIWIN AWARD nominiert. Warum gerade der WIWIN AWARD? Was versprechen Sie sich davon?
WIWIN ist ein starker Partner, mit denselben Zielen. Was uns besonders gefällt ist, dass sie keine Angst vor Innovation haben. Zudem ist es einer der wenigen Wettbewerbe, die eine Summe anbieten, mit der ein Startup arbeiten kann. Das ist äußerst fair.
Für uns ist es der erste große Wettbewerb, für den wir uns beworben haben und wir wurden direkt nominiert. Wir erhoffen uns eine verstärkte öffentliche Wahrnehmung unserer Ideen, aber auch der schon in unserem Netzwerk aktiven Projekte. Wir stehen noch am Anfang. Einen durchschlagenden Erfolg durch den Netzwerkeffekt erreichen wir nur, wenn wir mit starken Partnern gemeinsam Ideen weiterentwickeln.

Der Gewinner bekommt 500.000 Euro, was werden Sie damit machen? Wie wichtig ist das für das Wachstum ihres Unternehmens?
Wir haben Handlungsbedarf auf vielen Ebenen: Die aktuelle Funktionalität des reflecta.networks ist noch eingeschränkt. Wir haben zahlreiche Funktionen, die wir unbedingt entwickeln wollen. Viele inhaltliche Ideen und Projekte müssen redaktionell moderiert werden, dafür brauchen wir Ressourcen. Menschen sollen auch offline vernetzt werden. Dazu planen wir weitere Meet Ups und einen eigenen Projektwettbewerb. Außerdem gibt es konkrete Ideen für Blockchain-Anwendungen.

Auch in diesem Bereich suchen wir Partner und Entwicklungsressourcen.

reflecta.Network, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In 5 Jahren arbeiten viele Akteure gemeinsam und erfolgreich an Lösungen gesellschaftlicher Probleme.
Als vertrauenswürdiges Netzwerk haben wir uns online, über die Plattform und offline durch unsere Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum etabliert. Wir haben von derzeit 2000+  unsere Multiplikatoren um 200.000+ erweitert und mit „trusted Identity“ vernetzt. Die Matching- und Kooperationstechnologien wurden erfolgreich entwickelt.

Wir sind die Referenz, wenn es um das Finden und die erfolgreiche Umsetzung nachhaltiger Ideen geht. Zudem ist unser Ziel, in 5 Jahren, „der Partner“ für Social Impact Messungen, im Sinne der Sichtbarkeit und Nachverfolgbarkeit zu sein.

Die trustchain eG ist in 5 Jahren Lieferant und Teilhaber an einer Blockchain-Plattform für nachhaltigen und sozialen Wandel (Trustchain eG wurde 2018 im Bundesverband Blockchain aufgenommen,). Die stabile Finanzierung des Reflecta.Network speist sich aus Abo-Modellen für Premiumdienste, Werbung für nachhaltige Angebote, Projektförderung durch Stiftungen und Verkauf von Dienstleistungen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern/Innen mit auf den Weg geben?
Einfach machen. Der erste Schritt ist oft der schwierigste.
Ein gutes Team mit diversen fachlichen Kompetenzen, die sich ergänzen und Menschlichkeit ebenso schätzen wie man selbst. Ein ausgeglichenes Geben und Nehmen ist die Grundlage dafür, dass alle von dem Projekt profitieren und motiviert an die Sache herangehen. Daneben sind es die Partnerschaften, die man eingeht. Alleine ist ein solcher Weg kaum zu bewältigen.
Realistische und verantwortungsvolle Planung ist wichtig, um die Visionen auch umsetzen zu können.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns  für das Interview

Climate Rise Demo in Mainz 2018 am Fastnachtsbrunnen

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

NRW hat den Schlüssel zum Kohle-Ausstieg

Selbst sein Klimaziel für 2030 kann Deutschland nur erreichen, wenn der Kohleausstieg jetzt beginnt und in zehn bis 15 Jahren abgeschlossen ist, ergibt eine heute veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Experten schauten vor allem auf Nordrhein-Westfalen, das hiesige Kernland der Kohleverstromung.

….

NRW blockiert mit landeseigenen Gesetzen den Erneuerbaren-Ausbau, das muss aufhören. Das Bundesland hat die besten wirtschaftlichen Chancen durch die Energiewende, schon heute arbeiten viele Beschäftigte in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder nachhaltige Mobilität.

 

Der Beitrag ist hier abrufbar: https://www.klimareporter.de/deutschland/selbst-der-hambacher-wald-koennte-bleiben

Jorg Staude
von Jorg Staude

 

 

Aktuelle Klima und Umweltnachrichten

klimareporter° klimareporter° ist ein unabhängiges Online-Magazin zu Klimawandel, Energiewende und Klimaforschung.

  • Erster Abschlussentwurf liegt vor
    on 13. December 2018 at 20:19

    Das Verhandlungsfinale der UN-Klimakonferenz in Katowice bei Klimareporter° im Ticker. Inzwischen liegt der erste Entwurf für ein Abschlussdokument vor, allerdings nicht als einheitliches Papier. […]

  • Polens falsche Liebe zum Wald
    on 13. December 2018 at 16:19

    Polen hat als Gastgeber des UN-Klimagipfels die Erklärung "Wald für das Klima" initiiert. Gemeint ist weniger der Schutz naturnaher Wälder, um das dort gebundene CO2 zu sichern, sondern das Anlegen von Plantagen. Nebenbei wird davon abgelenkt, dass Polen seine wirksamste Klimaschutz-Möglichkeit nicht anpackt: […]

  • Nur auswärts stark
    on 13. December 2018 at 12:40

    Deutschland hat in der Schlussphase der UN-Klimakonferenz eine Führungsrolle übernommen. Dass die Bundesregierung beim Klimaschutz zu Hause auf die Bremse tritt, spielt da keine Rolle. Bei der Kohle-Kommission rechnet Umweltministerin Schulze inzwischen nicht mehr mit einem Konsens beim Endbericht. […]

  • Auf der Jagd nach Lithium
    on 13. December 2018 at 10:03

    Ohne Lithium für die Batterien läuft fast nichts bei der E-Mobilität. Deutschland sichert sich den Rohstoff durch ein spektakuläres Joint Venture mit Bolivien – angeblich sogar für eine "grüne Batterieproduktion". Die gibt es nur, wenn die Auto-Zahlen insgesamt sinken, warnt eine Studie von […]


 

Wo die ganze Wissenschaft gefordert ist

Ranga Yogeshwar nutzte die Gelegenheit gleich für eine kurze Einführung in wissenschaftliche Methodik. Bei der Abschlusskundgebung auf dem Berliner Science March ging er ein auf die Diskrepanz zwischen der von den Veranstaltern geschätzten Zahl der Demonstranten und den offiziellen Angaben der Polizei – die Veranstalterzahl sei ein klassisches Beispiel für „ungesicherte Fakten“.

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An den Rest der Welt: Bereitet Ihr bitte schon mal einen Platz für mein Land vor?” – Motive wie dies eines Mädchens aus Tuvalu empfiehlt Climate Outreach: Es zeige eine klar identifizierbare Betroffene auf überraschende Art und mit einer gewissen Ironie; Foto: aurelle.co  http://climateoutreach.org/climatevisuals/

So politisch war Klimaforschung seit langem nicht: Seit den Präsidentschaftswahlen in den USA ist das Abstreiten und Leugnen von Wissenschaft sozusagen zum politischen Programm der größten westlichen Demokratie geworden. Bei aller Besorgnis über das rabiate Vorgehen gegen NASA, Nationalparks oder die Umweltbehörde EPA sorgt die Entwicklung in den USA bei manchen Europäern indes wohl auch für eine gewisse psychologische Entlastung: „Seht her, so radikal, so ideologisiert, so frivol wertfrei wie in den USA sind die politischen Verhältnisse in der Europäischen Union noch lange nicht“, mag sich manch einer denken.
Doch so stabilisierend für das eigene Werte-Empfinden die Nachrichten aus den USA sein mögen – der Blick auf den europäischen Nachbarn und Partner Ungarn zeigt, dass Wissenschaftsfreiheit auch in der Europäischen Union verteidigt werden muss. Die Attacken der ungarischen Regierung auf die auch in der Klimaforschung wichtige Central European University (CEU) sind ein Anzeichen dafür.
Eine prominente Bühne für das Leugnen von Befunden der Klimaforschung wird es demnächst vielleicht auch in Deutschland geben – zumindest dann, wenn die AfD in den Bundestag einziehen sollte. Vielleicht wird dies ein Anlass ein, die seit Jahr und Tag geforderte Aufwertung der Sozialwissenschaften in der Klimaforschung endlich in die Tat umzusetzen. Denn es ist höchste Zeit zu verstehen, was das politische Angebot radikaler Wissenschaftsfeindlichkeit so verlockend macht. Und die in der Analyse von Susanne Götze beschriebene Lücke der Forschungsförderung zu schließen. Hier bei uns – und nicht in Ungarn oder den USA.

Schreiben Carel Mohn und Team von klimafakten.de

Foto Titel: Prominente am Fronttransparent des Berliner “Marsches für die Wissenschaft”: Otmar Wiestler, Michael Müller (2. u. 3. von links) sowie Matthias Kleiner und Ranga Yogeshwar (4. u. 5. von links rechts); Foto: Carel Mohn

Klimaschutz Mainz

Der Masterplan 100% Klimaschutz Mainz

Mainz ist Masterplankommune! Die Stadt Mainz beteiligt sich als eine von 22 Modellkommunen bundesweit an dem Förderprogramm „Masterplan 100% Klimaschutz“ des Bundesumweltministeriums. Das Masterplan-Programm richtet sich ausdrücklich an Kommunen, die sich anspruchsvolle Klimaschutzziele gesetzt haben und bereits über umfangreiche Erfahrungen in der Umsetzung verfügen. Gefördert werden beste Beispiele für kommunalen Klimaschutz, diese sollen sowohl national als auch international Vorbildfunktionen übernehmen.

Bei der Vorstellung des Projektes hatte ich viele interessante Gespräche. Unter anderem mit Dr. Michael Grünert, der mich mit seiner Kompetenz in Sachen “energieeffiziente Lebensgestaltung” beeindruckte.

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Das Klima retten – ein bisschen jeden Tag: Das ist einfacher, als so mancher vielleicht denkt. Fast minütlich treffen wir Entscheidungen, die sich positiv oder negativ auf unseren eigenen ökologischen Fußabdruck auswirken. Ein paar einfache Tipps und Tricks fasst der Kurzfilm “Klimaheld” unterhaltsam zusammen. Film ab!

Mehr Infos: Mainz Klimaschutz

Drei Ziele: JetztRettenWirDieWelt

Idealist*innen und Querdenker*innen versammeln sich auf der Plattform  jetztrettenwirdiewelt.de. Gewohnte Dinge werden hinterfragt und konkrete Anleitungen für ein bewussteres, sozialeres und ökologischeres Leben gesucht und geteilt. Mit spannenden Gesprächen und konkreten Aktionen ist die Initiative jetzt gestartet.
Mein erster Eindruck: richtig klasse! Ich freue mich, dass es sowas gibt.

 

Mehr Infos:  jetztrettenwirdiewelt.de

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Solidarische Landwirtschaft Mainz

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Registrierung und Ausgabe der personalisierten Mitglieds- und Kreditverträge

Sturm pfeift durch die Mainzer Frischluft­schneise. Ich stramcsm_logo-solawi_275606a9c1pele auf meinem Fahrrad vorbei an der 05er Coface Arena gegen den Wind um noch rechtzeitig zum Beginn der Jahres­haupt­versammlung der SoLaWi-Mainz im Waldorf­kinder­garten ‚Blumenwiese‘ in Mainz-Finthen anzukommen. Vergeblich, schweißgebadet komme ich eine Viertelstunde zu spät. Aber die Versammlung hat noch gar nicht begonnen. Der Ansturm neuer Gesell­schafterInnen ist so groß, dass draußen noch eine lange Schlange auf die Registrierung und Sitzungs­dokumente wartet.

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Gespannte Erwartung im Waldorf­kinder­garten ‚Blumenwiese‘
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Gärtner Thilo erklärt den Anbauplan, siehe SoLaWi-Mainz Webseite
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Hier in Gonsenheim kann am 5. Mai das erste Mal Gemüse der Saison 2016 abgeholt werden

SoLaWi bedeutet „Soli­darische Land­wirt­schaft“. Es ist eine Form der Vertrags­land­wirt­schaft, bei der eine Gruppe von Ver­brauchern auf lokaler Ebene mit einem Partner-Landwirt kooperiert. Die Essenz dieser Beziehung ist die gegenseitige Vereinbarung: der Hof ernährt die Menschen und alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. Dies entspricht einer bewährten Praxis: für die längste Zeit der Mensch­heits­geschichte waren Menschen mit dem Land verbunden, das sie ernährt hat. Bei diesem Konzept werden die Lebens­mittel der Land­wirt­schaft nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen ein in einen eigenen, von Teilnehmer­seite mit organisierten und finanzierten, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf.
Bei SoLaWi-Mainz geht es aber anders. Da die Initiatoren keinen geeigneten Partner-Landwirt finden konnten, wurde einfach eine eigene Landwirt­schaft gegründet. Das bedeutete, Maschinen und Saatgut kaufen, Pachtverträge abschließen und Personal einstellen. Für die Finanz­planung 2016 spitz gerechnet, etwa 75.000 Euro müssen in die Kasse kommen.finanzplan

Das Gründungs­team hat für die Kapital­beschaffungs­maß­nahme zwei Stand­beine entwickelt:

  • Zinslose Kredite, maximal 600 Euro pro Vereinsmitglied
  • Feste Zusagen für monatliche Solidarbeiträge.

Im Gegenzug gibt es regelmäßig ökologisch einwandfreie Gemüse und Kräuter­lieferungen. Der Ernteplan für die kommende Saison wurde vorgestellt und besprochen.SoLaWI_r

Wenn die Initiatoren vorher noch Zweifel hatten ob ihr Konzept aufgeht – die Zweifel lösten sich im Verlauf der Sitzung in Luft auf. Ein Interessent verabschiedete sich zwar, als im klar wurde, dass Land­wirt­schaft auch immer mit einem Risiko verbunden ist – die Rück­zahlung eines Darlehens natürlich nicht so garantiert werden kann wie bei Einlagen in der Mainzer Sparkasse, aber dieses Risiko wollten alle anderen eingehen. Schließlich ging es ihnen nicht um die Geldanlage, sondern um einen Gegenentwurf zu dem Natur und Gesellschaft zerstörenen Wirtschaftssystem. Stichworte: Solidarisch, ökologisch.Zeitplan2016
Ein kompliziert ausgetüfteltes, mehrstufiges Verfahren um die Finanzzusagen der einzelnen InteressentInnen auszubalancieren, führte schon in der ersten Runde zum Voll­treffer. Die Finanzen waren gesichert. 70 Anteile wurden vergeben, wobei viele kleinere Haushalte Anteile teilen. Am Ende der Versammlung waren es dann offiziell 183 Personen die im Verein mitmachen.SolawiFrankfurt

So fing es an

Während der Informationsveranstaltung ‘Neue Städter braucht das Land’ lernten sich die Gründungs-Initiatoren der SoLaWi Mainz im August 2013 kennen und entwickelten gemeinsam den Plan, ein Pilotprojekt ‘Solidarische Landwirtschaft’ in Mainz ins Leben zu rufen. Nachdem Planung und Landsuche Form angenommen hatten, konnte 2015 mit Hilfe eines sehr engagierten Gärtners auf der idyllisch gelegenen ‘Ochsenwiese’ mit dem Gartenbau im Herzen Mainz-Gonsenheims auf 1500qm Gartenfläche begonnen werden. Es gelang einige Baustevegetables3ine der Vorstellung von solidarischer Landwirtschaft in der Praxis zu testen und für 10 Anteile / Haushalte vielfältig Gemüse anzubauen, welches die Teilnehmer donnerstags, frisch geerntet in Mainz-Gonsenheim abholen konnten. Der Jahresrückblick ergab die Schlussfolgerung, dass das Projekt in Bezug auf Ernteertrag, Finanzierung, Ökologie, Gemeinschaftlichkeit und Zufriedenheit der Abnehmer gelungen war und die Planung begann, in 2016 auf 70 Anteile zu vergrößern.

Momenten wird in den einzelnen Mainzer Stadtteilen die Abholung der Ernteerträge aus Gonsenheim organisiert, damit nicht jeder unnötig fahren muss. Es ist gesät, ich bin auf meine ersten Ernteerträge im Frühling gespannt.

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Weitere Infos bei www.solawi-mainz.de

Umweltbewusst einkaufen

14 Supermärkte und Discounter nahm das Unternehmen Rank a Brand unter die Lupe. Untersucht wurden die Nachhaltigkeit in den Bereichen Transparenz, Klima- und Umweltschutz sowie fairer Handel. Welche sind nachhaltig?markt_asd

Nachhaltigkeitsberichte gibt es nur von 4 der untersuchten Unternehmen

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Rank a Brand Supermarkt Bewertung 2015

Lediglich Alnatura, Rewe, inklusive Penny, sowie Real innerhalb der Metro Group veröffentlichen einen Nachhaltigkeitsbericht. Aldi Nord dagegen berichtet z. B. noch nicht einmal über Maßnahmen zum Klimaschutz.

Kein Unternehmen erhielt die Bestnote A in Sachen Nachhaltigkeit

Von B bis E wurden folgende Unternehmen eingestuft:

  • Note B: Alnatura, Denn’s, Bio Company
  • Note C: Rewe, Penny
  • Note D: Real, Netto und Edeka
  • Note E: Kaiser‘s, Spar, Kaufland und ganz am Schluss: Lidl, Aldi Nord und Aldi Süd.

Die Bio-Unternehmen mit der Note B werden von Rank a Brand als empfehlenswert eingestuft.

Fairness und Klimaschutz bringen Punkte

Solche Informationen wurden u. a. für das Ranking als positiv bewertet:

  • Bericht über Emissionswerte pro Quadratmeter Verkaufsfläche (Rewe: 224 kg CO2e je qm, Metro Group/Real: 273 kg CO2 je qm),
  • Veröffentlichung einer Klimabilanz (Rewe, Real),
  • Informationen zum Bezug von erneuerbaren Energien (Alnatura, Denn’s, Bio Company),
  • Bilanz über das Abfallaufkommen (Alnatura),
  • Angabe des Anteils an umweltzertifizierten Produkten am Gesamtsortiment (Rewe Group, Netto, Real),
  • Textilprodukte im Sortiment mit Global Organic Textile Standard (GOTS),
  • sozialzertifizierte Produkte wie Kaffee, Schokolade oder Tee im Sortiment (alle).
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“Bis es mir vom Leibe fällt” in Berlin entdeckt, weiß leider nicht mehr wo.

Ich habe noch als Kind Schnee gelutscht

Natürlich wussten wir: Nicht den gelben nehmen. Aber jetzt sagen Wissenschaftler aus Kanada auch: Lieber überhaupt keinen Schnee in den Mund nehmen – jedenfalls nicht in Großstädten und drumherum! Denn die Forscher haben in Experimenten festgestellt, dass die weißen Flocken erhebliche Mengen an Feinstaub aufnehmen und noch ein paar andere Schadstoffe zusätzlich.

Das haben die Forscher bei Tests in einer Schneekammer rausgefunden: Da haben sie frischgefallenen Schnee reingetan und Abgasluft zugepustet, um zu gucken, wie sich die Flocken dadurch verändern. Ergebnis: Schon nach einer Stunde hatten sich im Schnee etliche gesundheitsschädliche Substanzen angereichert – darunter Feinstaub und verschiedene Kohlenwasserstoffe, die zum Teil als krebserregend gelten.

Über diese schnelle Veränderung waren die Forscher erstaunt, aber sie erklären sie sich so: Die Schneeflocken haben eine vielfach gezackte Oberfläche – und damit bieten sie Schadstoffpartikeln eine riesige Fläche zum Andocken.

Die Studie ist im Fachmagazin Environmental Science erschienen.

DRAdio Wissen 26. Januar 2016

Foto:  Photo credit kidsblogs.nationalgeographic.com

Klima – sprechen wir darüber. Aber wie?

Eine neue Epoche der Klimapolitik beginnt nach der Pariser Konferenz. Für Dekarbonisierung und gesellschaftliche Transformation sind belastbare Tatsachen ebenso nötig wie eine breite Debatte. Dazu will das Portal klimafakten.de mehr als bisher beitragen und wagt am 29. Januar mit einer Veranstaltung in Berlin den Neustart.

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Naomi Klein diskutiert in Paris

Klimafakten.de, ein von der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation initiiertes und finanziertes Projekt, gibt es seit 2011. Der Grund: Für die gesellschaftliche und politische Diskussion über den Klimawandel müssen zunächst einmal die Fakten stimmen. Ein Schwerpunkt von klimafakten.de ist deshalb die Auseinandersetzung mit irreführenden Behauptungen: Zu Aussagen wie “Den Klimawandel gibt es gar nicht” oder “Klimaschutz ist zu teuer” werden die Fakten geliefert. Dieses Standbein bleibt erhalten – und ebenso das zweite: wissenschaftlich gesicherte Informationen zum Klimawandel, speziell aufbereitet für einzelne Branchen und Wirtschaftssektoren.

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Viele Menschen wollen einfache Antworten, in einer komplexen Welt

Doch wissenschaftliche Erkenntnisse allein ergeben noch keinen Klimaschutz. Und Informationen oder Medienberichte führen nicht automatisch zu praktischem Handeln. Gefragt ist auch intelligente und motivierende Klimakommunikation, die zugleich wissenschaftlich fundiert ist und ihre Zielgruppen erreicht. Wie gelingt das, ohne apokalyptische Szenarien zu malen? Wie erreicht man Menschen, wenn grüne Verheißungen und Rufe nach Konsumverzicht Skepsis und Abwehr auslösen?

Wissenschaftlich fundiert und Tagesschau-kompatibel – geht das?

“Zu dieser Frage wollen wir künftig die zentrale Plattform im deutschsprachigen Raum werden”, sagt Projektleiter Carel Mohn. “Als Problem ist der Klimawandel in den Köpfen fest etabliert. Doch was folgt daraus?” Wie Klimaschutz über Expertenzirkel hinaus wirksam werden kann, soll die Portalmacher künftig beschäftigen.

unterwasserDazu bringt die Rubrik “Aktuelles” künftig Nachrichten aus Forschung und Praxis. Etwa über kanadische Wissenschaftler, die untersuchen, unter welchen Bedingungen Medienberichte über Klimawandel zu Fatalismus führen – oder aber zu Engagement ermutigen. Oder über die Inszenierung der “Klima-Verhandlungen” am Hamburger Schauspielhaus. Dabei werden die Zuschauer selbst zu Delegierten der UN-Verhandlungen – und verlassen so die Zuschauerperspektive.

Daneben wird klimafakten.de auf praktische Handreichungen für gute Klimakommunikation hinweisen und vorbildhafte Institutionen vorstellen.Arte_Klima

Abendveranstaltung am 29. Januar in Berlin

Über diesen Neustart will klimafakten.de diskutieren. Mit Ihnen – sowie mit:

  • Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, sie sagt: “Beten allein reicht nicht.”
  • Immanuel Schipper, der mit die Welt-Klimakonferenz im Deutschen Schauspielhaus Hamburg auf die Bühne gebracht hat.
  • Frank Böttcher, Meteorologe, Veranstalter des Extremwetterkongresses und Ko-Autor des Buches Klimafakten.
  • Professorin Daniela Jacob, Klimaforscherin und Leiterin des GERICS-Instituts Hamburg. Sie sagt: “Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits spürbar.”
  • Dirk C. Fleck, Journalist und Autor (Die vierte Macht, GO! Die Ökodiktatur). Er meint: “Medien sollten darstellen, was an positiven Zukunftsentwürfen längst angedacht und möglich ist.”

Die Veranstaltung findet am 29. Januar 2016 von 18.30 bis 21.30 Uhr im Projektzentrum Berlin der Stiftung Mercator, Neue Promenade 6, 10178 Berlin-Mitte statt.

Anmeldung ist erwünscht – unter diesem Link.


Dieser Beitrag wurde nicht von der Redaktion erstellt sondern von  klimafakten.de in der Rubrik Verlagssonderveröffentlichungen.