Startup Valley: reflecta.network

Am 10. Oktober 2018 berichtete das Startup Valley ausführlich über das reflecta.network:

reflecta.Network Vernetzungs-, Informations- und Professionalisierungs-Plattform

Stellen Sie sich und das Startup reflecta.network doch kurz unseren Lesern vor
Das reflecta.network ist eine Vernetzungs-, Informations- und Professionalisierungs-Plattform für diejenigen, die sich an drängenden Fragen unserer Zeit wagen, wie z.B. Klimawandel, Nachhaltigkeit, Bildung, Inklusion, Digitalisierung, Soziale Innovationen und die Entgegenwirkung von Populismus.

Dieses stetig wachsende Netzwerk begleitet innovative Lösungsansätze, verbindet Akteure und treibt so den gesellschaftlichen Wandel systematisch voran.

Reflecta.Network ist ein Zusammenschluss von Reflecta e.V. (Daniela Mahr), zauberware technologies (Simon Franzen), IMMERWIEDER DESIGN (Jannis Borgers & Miriam Wagner) sowie der Sczech-Stiftung (Reinhard Sczech). Zusammen haben wir die trustchain eG gegründet, die für die Entwicklung der Plattform beauftragt wird. Auftraggeber ist Reflecta e.V.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?
Auf den Reflecta Filmfestivals wurden wir immer häufiger danach gefragt, welche Möglichkeiten eine Einzelperson hat, um aktiv zu werden, welche Vernetzungsmöglichkeiten angeboten werden oder wie sie Unterstützung für die Realisierung ihrer Projekte finden könnten.

Um auf all diese Fragen eine Antwort liefern zu können, haben wir die Plattform reflecta.Network gegründet.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Wie gründet man eine Genossenschaft? Was ist bei einer Unternehmensgründung zu beachten? Was sollte in einer Satzung stehen? Zum Glück setzt sich unser gesamtes Team aus Selbstständigen bzw. Gründern zusammen, so dass wir schnell Antworten auf all unsere Fragen fanden. Seit Oktober 2017 ist die trustchain eG beim Deutschen Genossenschaftsverband eingetragen.

Welche Vision steckt hinter Reflecta.Network?
Wir wollen eine zukunftsfähige Gesellschaft, die miteinander lebt und wirtschaftet und dabei alle Beteiligten miteinschließt. In der der faire Umgang mit allen Lebewesen eine Selbstverständlichkeit ist und man erkannt hat, dass alle Lebensbereiche zusammengehören: das Ökosystem, das Wirtschaftssystem und unser soziales Gefüge.

Wir wollen erreichen, dass sich mehr Menschen oder Organisationen einfacher mit ihren Ideen und ihrem Engagement einbringen können.

Darin sehen wir die eigentliche Grundlage gesellschaftlichen Wandels. Der wird in unserer komplizierten Zeit immer komplexer: Um ihn erfolgreich zu bewältigen und der enormen Veränderungsgeschwindigkeit gerecht zu werden, wollen wir mit der Plattform alle Ressourcen und Know-how bündeln und gemeinsam neue soziale Handlungsweisen entwickeln.

Für dieses Ziel verbinden wir lokale und überregionale Akteure, regen Kooperationen an, unterstützen Professionalisierung und erhöhen die Sichtbarkeit. Wir stärken Organisationen, die bereits aktiv sind. So bereiten wir den Weg, den Wirkungskreis zu erweitern und neue Menschen zu erreichen.

Wir entwickeln zusammen mit den Akteuren einen interaktiven Raum, der alle Projekte, Unternehmen sowie deren Verantwortliche vereint. Wir haben eine intelligente Suche entwickelt, die diejenigen per „Match“ und direkter Aufforderung in Kontakt bringt, die sich finden müssen, damit ihr Vorhaben erfolgreich wird.

Wer ist die Zielgruppe von Reflecta.Network?
Alle, die sich für eine sozial- ökologische Transformation einsetzen möchten: Organisationen, Initiativen, Aktivisten, Unternehmen, Kommunen, Stiftungen, Behörden und Menschen, die sich engagieren wollen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir möchten Vernetzung, Austausch und Professionalisierung durch eine neue Methode ermöglichen. Das spielerische Element und die innovativen technologischen Möglichkeiten animieren die Menschen zum Mitmachen. Denn das ist es doch, worum es am Anfang immer geht: den ersten Funken zu entfachen. Mit einer Funktion, die das Suchen und Finden ermöglicht, ist es nicht getan. Wer wirklich finden will, der schafft das heute schon über google.

Wir haben dagegen eine intelligente Suche und zielorientierte Plattform entwickelt, die mehr bietet als nur Information:

Austausch, Vernetzung und Professionalisierung von Projektabläufen, die sonst ohne diese Austauschmöglichkeit in viel kleinerem Rahmen oder eben gar nicht realisiert werden würden. Was wir bezwecken ist zudem eine Annäherung an die Frage, wie die Digitalisierung unsere Wirtschaft, unsere Arbeit und die Ausgestaltung unseres Zusammenlebens verändern kann.

Unsere nächsten Kernthemen:

Wissen teilen: Akteure und deren Lösungswege präsentieren und voneinander lernen
Menschen vernetzen: Matching-Algorithmen verbinden Changemaker
Projekte professionalisieren: Passende Tool-Kits für den Projekt-Status
Sichtbarkeit erhöhen: Für bestehende Communities und Organisationen geeignet
Vertrauen schaffen: Mitgliedschaften durch Bestätigung
Vergleichbarkeit schaffen: Sichtbarkeit von Global Goals und Megatrends
Nachverfolgung & Messbarkeit: Social Impact.

Sie sind für den WIWIN AWARD nominiert. Warum gerade der WIWIN AWARD? Was versprechen Sie sich davon?
WIWIN ist ein starker Partner, mit denselben Zielen. Was uns besonders gefällt ist, dass sie keine Angst vor Innovation haben. Zudem ist es einer der wenigen Wettbewerbe, die eine Summe anbieten, mit der ein Startup arbeiten kann. Das ist äußerst fair.
Für uns ist es der erste große Wettbewerb, für den wir uns beworben haben und wir wurden direkt nominiert. Wir erhoffen uns eine verstärkte öffentliche Wahrnehmung unserer Ideen, aber auch der schon in unserem Netzwerk aktiven Projekte. Wir stehen noch am Anfang. Einen durchschlagenden Erfolg durch den Netzwerkeffekt erreichen wir nur, wenn wir mit starken Partnern gemeinsam Ideen weiterentwickeln.

Der Gewinner bekommt 500.000 Euro, was werden Sie damit machen? Wie wichtig ist das für das Wachstum ihres Unternehmens?
Wir haben Handlungsbedarf auf vielen Ebenen: Die aktuelle Funktionalität des reflecta.networks ist noch eingeschränkt. Wir haben zahlreiche Funktionen, die wir unbedingt entwickeln wollen. Viele inhaltliche Ideen und Projekte müssen redaktionell moderiert werden, dafür brauchen wir Ressourcen. Menschen sollen auch offline vernetzt werden. Dazu planen wir weitere Meet Ups und einen eigenen Projektwettbewerb. Außerdem gibt es konkrete Ideen für Blockchain-Anwendungen.

Auch in diesem Bereich suchen wir Partner und Entwicklungsressourcen.

reflecta.Network, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In 5 Jahren arbeiten viele Akteure gemeinsam und erfolgreich an Lösungen gesellschaftlicher Probleme.
Als vertrauenswürdiges Netzwerk haben wir uns online, über die Plattform und offline durch unsere Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum etabliert. Wir haben von derzeit 2000+  unsere Multiplikatoren um 200.000+ erweitert und mit „trusted Identity“ vernetzt. Die Matching- und Kooperationstechnologien wurden erfolgreich entwickelt.

Wir sind die Referenz, wenn es um das Finden und die erfolgreiche Umsetzung nachhaltiger Ideen geht. Zudem ist unser Ziel, in 5 Jahren, „der Partner“ für Social Impact Messungen, im Sinne der Sichtbarkeit und Nachverfolgbarkeit zu sein.

Die trustchain eG ist in 5 Jahren Lieferant und Teilhaber an einer Blockchain-Plattform für nachhaltigen und sozialen Wandel (Trustchain eG wurde 2018 im Bundesverband Blockchain aufgenommen,). Die stabile Finanzierung des Reflecta.Network speist sich aus Abo-Modellen für Premiumdienste, Werbung für nachhaltige Angebote, Projektförderung durch Stiftungen und Verkauf von Dienstleistungen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern/Innen mit auf den Weg geben?
Einfach machen. Der erste Schritt ist oft der schwierigste.
Ein gutes Team mit diversen fachlichen Kompetenzen, die sich ergänzen und Menschlichkeit ebenso schätzen wie man selbst. Ein ausgeglichenes Geben und Nehmen ist die Grundlage dafür, dass alle von dem Projekt profitieren und motiviert an die Sache herangehen. Daneben sind es die Partnerschaften, die man eingeht. Alleine ist ein solcher Weg kaum zu bewältigen.
Realistische und verantwortungsvolle Planung ist wichtig, um die Visionen auch umsetzen zu können.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns  für das Interview

Climate Rise Demo in Mainz 2018 am Fastnachtsbrunnen

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Historisches Urteil für den Klimaschutz

von Daniela Becker, piqd

In den Niederlanden wurde gestern ein historisches Urteil gefällt.

Der Klimawandel stelle eine konkrete Bedrohung dar, sagte die Vorsitzende Richterin Marie Anne Tan-de Sonnaville. “Der Staat ist verpflichtet, dagegen Schutz zu bieten.” Das Gericht skizzierte die hohen Risiken für die Niederlande wie Überflutungen, Krankheiten, Dürre, Waldbrände, Mangel an Trinkwasser und Schäden des Ökosystems. Bis Ende 2020 müssen die Niederlande nun nach dem Urteil den CO2-Ausstoß um mindestens 25 Prozent reduzieren im Vergleich zu den Werten von 1990. 2017 war der totale Ausstoß der Treibhausgase erst um 13 Prozent geringer als 1990.

Vielleicht ist 2018 tatsächlich das Wendejahr in der Klimadiskussion. Zu offensichtlich sind inzwischen die häufiger werdenden Wetterextreme, immer drastischer werden die Warnungen der Klimaforscher und immer größer wird der Unmut einer breiten Bevölkerungsschicht, dass die Politik diese Gefahren nicht anerkennt. Ganz passend haben in dieser Woche die beiden Ökonomen William Nordhaus und Paul Romer den Wirtschaftsnobelpreis erhalten. Nordhaus und Romer hätten den Umfang der ökonomischen Analyse erheblich erweitert, indem sie Modelle entwickelten, die das Zusammenspiel der Marktwirtschaft mit Natur und Wissen erklärten, begründete das Komitee die Auszeichnung.

In Deutschland beschäftigen sich Gerichte gerade eher noch mit halbherzigen Fahrverboten, andererseits läuft in Bayern (!) gerade ein vielversprechendes Bürgerbegehren an, um Klimaschutz in die Verfassung zu schreiben. Aufbruchsstimmung also?

Ich schwanke zwischen Euphorie und Pessimismus, denn der Kampf um Klimaschutz ist oft ein Schritt nach vorne und dann wieder zehn zurück. Das Wirtschaftsministerium in den Niederlanden erklärte zwar, es wolle das Urteil ausführen, schließt aber eine Revision auch nicht aus. So geschehen ist es leider auch in Österreich, wo ein Gericht in zweiter Instanz leider das Ausbau-Verbot des Flughafens in Wien wieder kassiert hat.

AZ Mainz Bericht zu Demo “Climate Rise Mainz”

Deine Stimme zählt

2017 haben wir die Trustchain Genossenschaft gegründet um ein Netzwerk zu entwickeln:  Reflecta.Network.
Die Plattform für alle, die sich an die

  • drängenden Fragen unserer Zeit wagen:
    • sozial- ökologische Transformation
    • Klimawandel
    • Nachhaltigkeit
    • Digitalisierung
    • Populismus
    • ….

Unterstütze oder entwickle Projekte, tausche Dich aus und finde MitstreiterInnen für Deine Themen. Wir vernetzen die Menschen, die sich zur Verwirklichung ihrer Vorhaben finden müssen. Unser Ziel: gemeinsam neue Wege und kreative Lösungen entwickeln.

Wir haben uns mit der Trustchain eG beim WiWinAward für nachhaltige Startups beworben, als Exot unter vielen Technologen.
Immerhin, von 87 Bewerbern haben wir es schon unter die ersten 10 geschafft. Wir fahren am 18. Oktober nach Berlin,

Unsere Ideen können wir dort  im Finale aber nur “pitchen”, wenn wir bei der online Abstimmung unter die besten fünf kommen.
Es gibt richtig gute Mitbewerber.
Wir haben eine Chance, wenn du uns unterstützt.

Denn, Technik alleine löst die großen Probleme nicht.
Den Kampf gegen Ungerechtigkeit, Klimawandel, Artensterben, Plastikmüll, Nationalismus und Vereinsamung können wir nur gewinnen, wenn wir es gemeinsam anpacken.
Das ist das Ziel des Reflecta.Network:
Menschen Online und Offline für gesellschaftlichen Wandel vernetzen.
Wir stehen am Anfang unserer Entwicklung. Du kannst einen großen Schritt mit deiner Stimme weiterhelfen.

Unterstütze uns mit deiner Stimme für die Trustchain eG.
Zur Abstimmung: wiwin-award.de

Wir freuen uns auch über deine moralische Unterstützung auf Facebook.

Reflecta.Network

Wald retten – Kohle stoppen! Sa. 6. Oktober Hambacher Wald

Gerade hat das Verwaltungsgericht Aachen bestätigt: Wir dürfen demonstrieren! Das Verbot unserer Großdemo am Hambacher Wald ist aufgehoben. Und damit ist klar: Heute können wir zu Zehntausenden für den Erhalt des Hambacher Waldes und ein Ende des Klimakillers Kohle auf die Straße gehen.

Mit unhaltbaren Vorwänden hatten RWE und die Regierung Laschet versucht, unseren Massenprotest zu unterbinden. Das Gericht hat sich gegen diesen Plan und für die Versammlungsfreiheit entschieden. Lassen Sie uns das dreiste RWE-Manöver nun gemeinsam in ein Eigentor für die Kohlelobby verwandeln – indem wir noch mehr werden.
Kommt  zur Großdemonstration am Hambacher Wald am 6. Oktober 2018!

 

VERLEUGNUNG IST MENSCHLICH

Eine Übersetzung von ecoshock.org/2017/01/climate-denial-is-human.html

AJIT VARKI: VERLEUGNUNG IST MENSCHLICH

Nach Jahrzehnten großer wissenschaftlicher Arbeit zum Klimawandel bekommen wir eine amerikanische Regierung, die sich aus klimawissenschaftlichen Verweigerern zusammensetzt. Wie ist das möglich? Antworten hat Ajit Varki in seinem  Buch “Denial: Selbstbetrug, falsche Überzeugungen und die Ursprünge des menschlichen Geistes.” gefunden.

Dr. Ajit Varki

Ajit Varki  ist ein beeindruckender Professor für Medizin und Pionierforscher von der University of California in San Diego. Sein facettenreicher Geist wagt sich in die Ursprünge des Menschen, und wie sich herausstellt, findet er einen kritischen Mechanismus des menschlichen Bewusstseins.

Verstehen Sie die Rolle der Verleugnung, sagt Varki, und Sie verstehen eine Menge über Ihr eigenes Leben und die Zivilisation um uns herum.

Unser Wissen um die Leugnung wurde stark beeinflusst durch das 1969 erschienene Buch “Über Tod und Sterben” der Schweizer Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross. Sie hat mit todkranken Patienten gearbeitet. Kübler-Ross sagte, die Leugnung sei eine Phase, die wir überwinden können. Aber Dr. Varki spricht von etwas ganz anderem – einem angeborenen Merkmal, das in der Evolutionsbiologie entwickelt wurde. In diesem Sinne ist es nichts, woran wir vorbeikommen können.

Download or listen to this 31 minute interview with Ajit Varki in CD Quality or Lo-Fi

Vielleicht ist ein besserer Vergleich der Film mit dem Komiker Jim Carrey aus dem Jahr 1997. In diesem Film “Lügner, Lügner” findet Carrey, dass er keinen einzigen Tag in der Gesellschaft überstehen kann, ohne die Fähigkeit zu lügen. Für ihn macht die Wahrheit und nichts als die Wahrheit das gesellschaftliche Leben unmöglich. Das ist Teil dessen, wovon Varki spricht, aber es geht tiefer.

Ich denke, die Notwendigkeit der täglichen Leugnung geschieht in uns allen. Wenn ich meine Kinder in der nächsten Stadt besuchen will, muss ich mein Bewusstsein verbergen, dass die fossilen Brennstoffe, die ich in meinem Auto verbrenne, tatsächlich dazu beitragen werden, ihre Zukunft zu verschlechtern. Wir können ohne sie nicht zurechtkommen, aber können wir die Leugnung besser kontrollieren, so dass sie keine wichtigen Gefahren birgt? Dr. Varki glaubt, dass wir lernen können, mit der Leugnung umzugehen, so dass sie uns nicht so sehr schadet, wie beim Klimawandel.

Er schlägt ein paar Dinge bezüglich des Klimawandels vor, bei einer Spezies, die mit Verleugnung geboren wurde. Erstens ist die frühkindliche Bildung wichtig. Wenn das Kind in der Schule und zu Hause lernt, dass der Klimawandel real ist und wir ihn verursachen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung später geringer.

Zweitens sagt Varki, dass Klimaaktivisten und Kommunikatoren die Dinge vielleicht als lokale Auswirkungen einrahmen sollten. Niemand reagiert wirklich auf die allgemeine Vorstellung eines globalen Anstiegs um zwei Grad. Aber wenn wir sagen können “diese Ernte wird in Ihrer Region versagen” oder “Ihre Stromrechnung wird durch die Decke gehen und versuchen, kühl zu bleiben”, oder “Ihr Gebiet wird wahrscheinlich durch extreme Regenfälle immer wieder überschwemmt” – dann kann man sich direkt auf das beziehen, was kommt.

Es gibt so viele Anwendungen für die Möglichkeit der Verleugnung. Ich denke an Raucher, die weiter rauchen, oder dass einer von drei Amerikanern jetzt fettleibig ist, trotz offensichtlicher und bekannter medizinischer Komplikationen. Wenn Verleugnung der Kern unserer Fähigkeit ist, weiterzumachen, scheint es auch etwas zu sein, das die Tabak- und Nahrungsmittelkonzerne ausnutzen können, um Profit zu machen.  Wir werden benutzt, gerade weil Verleugnung so einfach ausgelöst werden kann.

Wir leugnen sogar, dass die Leugnung stattfindet.  Leugner des Klimawandels werden diesen Artikel nicht bis hierher gelesen haben, sondern vorher abbrechen.

Varki wirft ein Problem auf, das über die Leugnung hinausgeht. Wir gehen wahrscheinlich ungewöhnliche Risiken ein oder denken, dass alles mit großen Herausforderungen wie dem Klimawandel klappen wird, weil wir “optimistisch sind”. Mehr dazu finden Sie in diesem Buch “The Optimism Bias: A Tour of the Irrationally Positive Brain” von Tali Sharot.  Oder diesen TED Talk.

 

Wir Menschen stolpern umher und zerstören diesen Heimatplaneten mit sehr begrenztem Bewusstsein. Angesichts der Untersuchungen von Varki kann man sagen, dass wir nicht wirklich wissen, wer wir als Spezies sind. Möglicherweise gibt es sogar angeborene Barrieren, die uns daran hindern, es wirklich herauszufinden.

Die Webseite von Ajit Varki finden Sie hier web page here, die Seite für sein Labor  here.

I also like this radio interview on CBC Radio “The Current”, June 19, 2013.

Alex Smith, MEINE EINSTELLUNG ZU AJIT VARKI

 

Dank Ihnen als Zuhörer habe ich das Privileg, mit vielen sehr klugen Frauen und Männern auf der ganzen Welt zu sprechen.  Aber ich werde selten sagen, dass wir uns mit einem wahren Genie getroffen haben, so wie diesmal mit Ajit Varki. Als ich begann, seine veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten zu überprüfen, war ich erstaunt. Es gibt Hunderte, zu viele, um sie zu zählen, die bis 1977 zurückreichen, und über ein Dutzend in diesem Jahr.  Viele werden in den besten wissenschaftlichen Zeitschriften der Welt veröffentlicht.

 

Wie Sie in diesem Interview gehört haben, finde ich auch die Art von Demut, die das wahre Genie begleiten kann. Ajit Varki weiß, was er nicht weiß, und hat das Gefühl, in schwierige dunkle Orte zu schauen, an denen Menschen noch nie zuvor waren.

 

Dr. Varki ist kein Klimaforscher, aber er ist in Kontakt mit dem Feld, und er weiß, dass wir das richtig machen müssen und niemals zurückgehen können, wenn wir es nicht tun. Ich hoffe, dass Sie helfen werden, dieses Interview über Ihre eigenen Social Media und Freunde zu verbreiten. Es erklärt so viel darüber, wie die Verleugnung um uns herum auf so viele Arten gedeiht.

 

Dieses Interview wurde mir von Rob Mielcarski vorgeschlagen, der bei undenial.wordpress.com bloggt. Rob hat eine kurze Zusammenfassung von Varki und Brower’s Arbeit vorbereitet. Es ist eine ausgezeichnete Tür.  Rob hat auch eine längere Zusammenfassung dieser Theorie der menschlichen Leugnung veröffentlicht, wie sie von Ajit Varki und Danny Brower geschrieben wurde. Surf Rob’s unleugnlicher Blog, oder hol dir den Link von meinem ecoshock Blog. Es lohnt sich, das zu bekommen, um zu sehen, wie wir es schaffen, so viele Realitäten zu verleugnen. Es ist ein Wunder, dass wir überhaupt überleben.

Hilft Blockchain Liverpool klimaneutral zu werden?

Eine spannende Entwicklung in Liverpool. Als Mainzer Fußballfan und ehemaliger Nachbar von Jürgen Klopp in Mainz-Gonsenheim beobachte ich die Entwicklung besonders interessiert.

Hier die erste Meldung in Businesswire:

LIVERPOOL, England–(BUSINESS WIRE)–The Poseidon Foundation („Poseidon“) ist eine bahnbrechende Partnerschaft mit dem Liverpool City Council eingegangen, um Liverpool bis Ende 2020 zur weltweit ersten Stadt mit positiver Klimabilanz zu machen.

Der Vertrag mit Poseidon dient der Einbindung der zukunftsweisenden Blockchain-Plattform in das operative Tagesgeschäft von Liverpool. Durch transparente Unterstützung wichtiger Waldschutzprogramme gleicht die Technologie von Poseidon die Kohlenstoffemissionen jedes Produkts oder Services aus und ermöglicht es Einzelpersonen, Unternehmen sowie Behörden, die Auswirkungen des Klimawandels Tag für Tag durch ihre Aktivitäten zu neutralisieren.

Poseidon arbeitet mit der Stellar Blockchain Technologie. Die ist sehr effizient.

Poseidon verlagert seinen Betrieb in die Stadt, um eine entscheidende Rolle in der neuen Strategie von Liverpool für eine positive Klimabilanz zu spielen, die in den kommenden 12 Monaten erprobt wird. Poseidon arbeitet bereits mit dem in Liverpool ansässigen Unternehmen BAC Mono zusammen, um das weltweit erste Auto mit positiver Klimabilanz zu entwickeln. Weitere Kooperationen mit Schulen, Universitäten und Unternehmen vor Ort dienen der Umsetzung von Bildungsprogrammen rund um das Thema „Klimaauswirkungen“, die ein entscheidender Aspekt in den Bemühungen des Stadtrats sind, seine Kohlenstoffemissionen bis 2030 um 40 % zu senken. Dies entspricht dem Schutz von 136 Millionen Bäumen oder 338.000 Fußballfeldern und könnte mehr als 3.500 Arbeitsplätze im peruanischen Amazonasgebiet schaffen.

Außerdem veranstaltet der Mayor of Liverpool im September 2018 einen „Strategic Business Summit“ mit Unternehmen, Sozial- und gemeinnützigen Einrichtungen aus dem gesamten Stadtgebiet, um die Bereiche zu erkunden, in denen Poseidon einzelnen Unternehmen zu einer positiven Klimabilanz verhelfen kann.

Liverpool City Council strebt an, bis Ende 2018 die erste Behörde der Welt und schließlich bis Ende 2020 weltweit die erste Stadt mit positiver Klimabilanz zu werden. Liverpool, konsequent eine Stadt der Premieren im Eisenbahnnetz, bei öffentlichen Bädern und elektrischer Beleuchtung bis hin zu Leihbibliotheken und topischer Medizin, nimmt jetzt die Spitzenposition im Nachhaltigkeitsprogramm des Landes ein. Die Allianz des Stadtrats mit Poseidon ist ein weiteres Beispiel der Premieren in Liverpool und wird anderen Hauptstädten am 31. Oktober während des „UN World Cities Day“ präsentiert.

Joe Anderson, Mayor of Liverpool, erklärte: „Ich freue mich über die Partnerschaft mit Poseidon, die Liverpool direkt mit Projekten für eine positive Klimabilanz überall auf der Welt verknüpft. Poseidons Technologie ist die erste ihrer Art, die Regierungen, Behörden und Privatpersonen überall auf der Welt eine Lösung bietet, um die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen. Ich bin begeistert, dass diese Kooperation unserer Stadt diese Spitzentechnologie erschließt.

Aufgrund all der Services, die Liverpool City Council bietet – von der Straßenbeleuchtung, dem Betrieb zahlreicher Immobilien wie St George’s Hall oder die Arena bis hin zu unserer Fahrzeugflotte – ist unsere Kohlenstoffbilanz erheblich. Wir haben bereits wichtige Schritte unternommen, um bis 2030 unsere Emissionen um 40 % zu reduzieren, aber das ist nicht genug. Deshalb bedeutet unsere Partnerschaft mit Poseidon – das als Unternehmen ein beeindruckendes Wachstumspotenzial aufweist – dass wir radikale, neue Wege finden können, um mehr zu erreichen.“

Laszlo Giricz, Gründer und CEO von Poseidon, ergänzte: „Dies ist eine bahnbrechende Partnerschaft, nicht nur für Poseidon und Liverpool, sondern für die ganze Welt. Zum ersten Mal nutzt eine Stadt die Blockchain-Technologie, um über den Ausgleich seiner Kohlenstoffbilanz hinaus die Führungsposition im Kampf gegen den Klimawandel einzunehmen. Liverpool ist ein Wegbereiter und leuchtendes Vorbild für andere Städte in Großbritannien und in der Welt dafür, was mit dem Potenzial der Technologie erreicht werden kann, um eine der größten Herausforderungen der Menschheit zu meistern. Da nun die vollständige Skalierbarkeit unsere Plattform erwiesen ist, sind andere Städte gefordert, aktiv zu werden.“

Über Poseidon

Poseidon ist eine gemeinnützige Stiftung, die Menschen dazu befähigt, ihre Klimawirkung mit einem bahnbrechenden Ansatz zu kompensieren. Mithilfe der Blockchain-Technologie integriert sie beispielsweise die Kohlenstoffmärkte in die Transaktionen am Point-of-Sale und gibt den Verbrauchern die Möglichkeit, die Klimawirkung ihrer Lebensführung auszugleichen, indem sie beim Kauf von Dingen des täglichen Bedarfs weltweite Forstschutzprojekte unterstützen. Mit einem umfassenden Angebot für Einzelpersonen, Organisationen und Regierungen wird Poseidon die Beziehung der Menschen zu ihrem CO2-Fußabdruck grundlegend verändern, wichtige Verhaltensänderungen fördern und das beachtliche Wachstumspotenzial der Kohlenstoffmärkte freisetzen, um dem Klimawandel wirksam zu begegnen.

Weitere Informationen über Poseidon finden Sie hier: www.poseidon.eco

Über Liverpool City Council

Liverpool City Council engagiert sich schon seit langem für die Reduzierung seiner Kohlenstoffbilanz. Zurzeit installiert der Stadtrat über 15.000 energiesparende weiße LED-Straßenlampen in 2.000 Straßen der Stadt, um den Energieverbrauch in diesem Bereich um 82 % zu senken. Seit 2012 hat Liverpool die CO2-Produktion um insgesamt 558.000 Tonnen reduziert, d. h. um 70.000 Tonnen pro Jahr. Die Behörde hält einen großen Anteil an der Transportinfrastruktur: Sie ist am Kreuzfahrtterminal und Flughafen der Stadt beteiligt und leitet einen Plan, ungenutzte Busstrecken im Stadtzentrum von etwa 700.000 Meilen zu beseitigen.

www.liverpool.gov.uk

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Contacts

Poseidon
Lindsay McCallum
E-Mail: l.mccallum@hawthornadvisors.com
Tel.: +44 (0) 20 3745 3811
oder
Finn McLaughlan
E-Mail: f.mclaughlan@hawthornadvisors.com
Tel.: +44 (0) 20 3745 3810
oder
Liverpool City Council
Mike Doran
E-Mail: mike.doran@liverpool.gov.uk
Tel.: +44 (o) 151 233 0074 / 0780 145 3918

Aktuelle Klima und Umweltnachrichten

klimareporter° klimareporter° ist ein unabhängiges Online-Magazin zu Klimawandel, Energiewende und Klimaforschung.

  • Erster Abschlussentwurf liegt vor
    on 13. December 2018 at 20:19

    Das Verhandlungsfinale der UN-Klimakonferenz in Katowice bei Klimareporter° im Ticker. Inzwischen liegt der erste Entwurf für ein Abschlussdokument vor, allerdings nicht als einheitliches Papier. […]

  • Polens falsche Liebe zum Wald
    on 13. December 2018 at 16:19

    Polen hat als Gastgeber des UN-Klimagipfels die Erklärung "Wald für das Klima" initiiert. Gemeint ist weniger der Schutz naturnaher Wälder, um das dort gebundene CO2 zu sichern, sondern das Anlegen von Plantagen. Nebenbei wird davon abgelenkt, dass Polen seine wirksamste Klimaschutz-Möglichkeit nicht anpackt: […]

  • Nur auswärts stark
    on 13. December 2018 at 12:40

    Deutschland hat in der Schlussphase der UN-Klimakonferenz eine Führungsrolle übernommen. Dass die Bundesregierung beim Klimaschutz zu Hause auf die Bremse tritt, spielt da keine Rolle. Bei der Kohle-Kommission rechnet Umweltministerin Schulze inzwischen nicht mehr mit einem Konsens beim Endbericht. […]

  • Auf der Jagd nach Lithium
    on 13. December 2018 at 10:03

    Ohne Lithium für die Batterien läuft fast nichts bei der E-Mobilität. Deutschland sichert sich den Rohstoff durch ein spektakuläres Joint Venture mit Bolivien – angeblich sogar für eine "grüne Batterieproduktion". Die gibt es nur, wenn die Auto-Zahlen insgesamt sinken, warnt eine Studie von […]


 

Klimawandel in amerikanischen Medien

Deutsch Übersetzung eines Artikels von Lisa Hymas, Leiterin des Klima- und Energieprogramms bei Media Matters im GUARDIAN.

Welche Geschichten hast Du mehr in diesem Jahr gehört – wie der Klimawandel Katastrophen wie Hurrikane verschlimmert, oder wie Donald Trump Papierhandtücher nach Puerto Ricanern geworfen hat?

Wenn Du letzteres bejaht hast, hast Du viel Gesellschaft.  Die Wissenschaftlerin Jennifer Good analysierte zwei Wochen Hurrikan Abdeckung während der Höhe der Hurrikan Saison in acht großen TV-Netzwerken und fand heraus, dass etwa 60% der Geschichten das Wort Trump enthielten und nur etwa 5% den Klimawandel erwähnten.portugal-wildfire3

Trump saugt nicht nur den Sauerstoff aus dem Raum, er saugt das Kohlendioxid aus dem nationalen Dialog. Selbst in einem Jahr, in dem wir eine Reihe von Hurrikanen, Hitzewellen und Waldbränden erlebt haben, die dem Buch der Offenbarung würdig sind – genau das, was Klimawissenschaftler uns gesagt haben -, ist der Einfluss des Klimawandels auf extreme Wetterlagen dramatisch unterrepräsentiert. Einige von Trump Tweets erzeugen mehr nationale Reichweite als verheerende Katastrophen.

Good’s Analyse deckt sich mit der Forschung meiner Organisation Media Matters for America, die herausgefunden hat, dass die TV-Nachrichtenagenturen viel zu wenig über die gut dokumentierten Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Hurrikanen berichten. ABC und NBC haben es beide völlig versäumt, den Klimawandel während ihrer Berichterstattung über Harvey anzusprechen, einem Sturm, der die schwersten Niederschläge verursachte, die jemals in den kontinentalen USA verzeichnet wurden. Als Irma kurz darauf zuschlug und den Rekord für Hurrikan Intensität brach, machte ABC nicht viel besser.

Noch schlimmer war die Berichterstattung über den Hurrikan Maria, den dritten Hurrikan, der in diesem Jahr in den USA landete. Nicht nur, dass die Medien den Klimaverbund weitgehend nicht abdeckten, sondern in vielen Fällen auch den Hurrikan selbst.

Am Wochenende, nachdem Maria in Puerto Rico eingedrungen war, widmeten die fünf großen politischen Talkshows am Sonntag insgesamt weniger als eine Minute dem Sturm und der dadurch ausgelösten humanitären Notlage. Und Maria bekam nur etwa ein Drittel so viele Erwähnungen in den großen Print- und Online-Medien wie Harvey und Irma, fanden Forscher des MIT Media Lab.

Als Trump Puerto Rico am 3. Oktober besuchte, fast zwei Wochen nachdem Maria die Insel überfallen hatte, erhielt er eine weitreichende Berichterstattung, in der Journalisten über seinen Papierhandtuchwurf und andere unerhörte Fehltritte berichteten. Aber nach diesem Trip stürzte die Berichterstattung über Puerto Rico in der Prime-Time Kabelnachrichten ein, wie Media Matters herausfand. Das, obwohl viele Bewohner bis heute unter Stromausfällen und einem Mangel an sauberem Wasser leiden, eine katastrophale Situation, die eine ernsthafte und nachhaltige Berichterstattung verdient.

Wissenschaftler haben uns gesagt, dass der Klimawandel Hurrikane intensiver und gefährlicher machen wird, eine unglückliche Realität, die nur allzu deutlich wird durch die rekordverdächtige Hurrikan Saison in diesem Jahr. Das sind genau die Dinge, die wir erwarten, wenn wir den Planeten weiter erwärmen”, sagte der Klimaforscher Michael Mann, ein angesehener Professor für Atmosphärenforschung am Penn State, zur Huffington Post.

Aber während fast drei Viertel der Amerikaner wissen, dass die meisten Wissenschaftler sich darüber einig sind, dass der Klimawandel stattfindet, glauben laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage nur 42% der Amerikaner, dass der Klimawandel eine ernsthafte Bedrohung für sie während ihres Lebens darstellen wird. Zu viele glauben immer noch – zu Unrecht -, dass Klimakatastrophen nur etwas sind, was in Zukunft passieren wird. Sie geschehen jetzt.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 wurden die USA von 15 Wetter- und Klimakatastrophen heimgesucht, die jeweils mehr als eine Milliarde Dollar Schaden anrichteten – im Falle der Hurrikane noch viel mehr. Der kombinierte Wirtschaftsschaden von Harvey, Irma und Maria könnte laut Moody’s Analytics 200 Mrd. Dollar oder mehr betragen. Und dann, im Oktober, haben noch nie dagewesene Waldbrände in Nordkalifornien geschätzte 3 Milliarden Dollar Schaden angerichtet.

Der Klimawandel kann schwer zu sehen und intuitiv zu erfassen sein. Es handelt sich um ein relativ langsames wissenschaftliches Phänomen, das durch Umweltverschmutzung aus aller Welt verursacht wird. Es ist normalerweise nicht dramatisch, wie eine Kandidatendebatte oder die Folgen eines Skandals im Weißen Haus zu beobachten.

Aber ein Extremwetterereignis ist ein Moment, in dem Menschen den Klimawandel sehen und fühlen können – und wenn sie Pech haben, werden sie ernsthaft verletzt. Wenn solche Katastrophen passieren, müssen die Medien sie als Geschichten über den Klimawandel berichten. Und wenn einige von ihnen, wie in diesem Jahr, in rascher Folge geschehen, haben die Medien eine noch größere Verantwortung, über die große Geschichte des Klimawandels zu berichten und der Öffentlichkeit zu helfen, die Unmittelbarkeit der Bedrohung zu verstehen.

Wenn wir die schlimmsten Folgen des Klimawandels abwehren wollen, müssen wir so schnell wie möglich zu einem saubereren Energiesystem übergehen. Wir könnten erwarten, dass mehr Amerikaner mit dieser Lösung mitgehen, wenn sie das Problem besser verstehen – und da kommt die kritische Rolle der Medien ins Spiel. Wenn das Wetter schlechter wird, brauchen wir unseren Journalismus, um besser zu werden.