Gesunde Ernährung ist Klimaschutz

Jeder kann frei entscheiden, wie er sich ernährt und hat damit großen Einfluss auf seine Gesundheit und die Umwelt. Nur was ist eigentlich gesunde Ernährung? Es werden immer wieder dieselben Ammenmärchen erzählt: Erstens die übliche Ernährung sei ideal für den Menschen oder gar zweitens, dass Ernährung mit Gesundheit nicht viel zu tun habe.
1. In diesem Film wird auf die Bedeutung der Ernährung für die Gesundheit eingegangen. Unbedingt sehen!

2. Wie wichtig die Ernährung für den Klimaschutz ist, wird in diesem amerikanischen Film gezeigt: Cowspiracy

 

Cowspiracy

Im Mai 2014 hörte ich von einem investigativen Dokumentarfilmprojekt in San Francisco. Thema: Es gibt etwas, was viele Umweltschützer nicht sagen und die US-Regierung versteckt. Thema: Was sind die schlimmsten Klimakiller? Autos, Kohlekraftwerke, Flugzeuge, Industrie, oder gar ganz oben mit dabei Fleischkonsum?

Link zum Film Cowspiracy:cropped-cowspiracy.jpg
Die Antwort liegt nach Ansicht der Autoren in unserem blutigen Steak. Auf die landwirtschaftliche Tierhaltung entfallen unter Berufung auf einen Worldwatch Institut Bericht von 2009 satte 51 Prozent aller in die Erdatmosphäre freigesetzten Treibhausgase. Außerdem verantwortlich für Wasserverschmutzung, Entwaldung, Artensterben und „tote Zonen“ in den Weltmeeren.
Selbst wenn die 51 Prozent anfechtbar sind, bedeutet bereits der bislang veranschlagte Wert von 18% katastrophale Emissionen durch die Viehhaltung, mehr als der gesamte weltweite Verkehr mit allen Autos, LKWs, Schiffen und sogar einschließlich Flügen!
Ich fand die Vorwürfe unglaublich und habe über Indiego das Projekt finanziell unterstützt. Heute kam ein Download. Völlig baff muss das erst mal verdaut und aufgearbeitet werden. Warnung, Cowspiracy ist nicht nur für alle Fleischesser harter Tobak.
Hoffentlich kann Greenpeace die eigene Rolle in dem Filmprojekt klarzustellen. [james]

Klimawandel: Die Zeit läuft ab

[euronews 2014]

Ein ehemaliges Feuchtgebiet in der chinesischen Provinz Gansu. Inzwischen ist eine Wüste daraus geworden, eine der Folgen des Klimawandels. Die weltweite Durchschnittstemperatur steigt immer schneller. Von 1880 bis 2012 waren es 0,85 Grad Celsius – soviel wie nie zuvor in einem solchen Zeitraum. Die Konzentration von Gasen in der Atmosphäre hat einen Treibhauseffekt auf einem Niveau ausgelöst, wie es ihn seit 800.000 Jahren nicht mehr gegeben hat.

Der Vorsitzende des Weltklimarates (IPCC), Rajendra Pachauri, warnte anlässlich der Vorstellung des Klimaberichtes an diesem Sonntag in Kopenhagen davor, dass das Handlungsfenster sich immer schneller schließe. Der Etat, mit dem sichergestellt werden solle, dass durch Kohlenstoffemissionen die Durchschnittstemperatur in diesem Jahrhundert um nicht mehr als zwei Grad Celsius steigen solle, sei zu einem großen Teil bereits aufgebraucht.

Um dieses Ziel einzuhalten, müsste der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen nach Ansicht von Wissenschaftlern zwischen 2010 und 2050 um 40 bis 70 Prozent gesenkt werden. Experten meinen, der Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien sei ohne große Folgen für das Wachstum machbar.

Die großen Ölkonzerne freilich sehen das anders. In der kanadischen Provinz Alberta soll eine Pipeline gebaut werden, die durch die USA bis in den Golf von Mexiko führt. Al Reid ist Sprecher des energiekonzerns Cenovus: “Fossile Brennstoffe haben für einen unvergleichlichen Lebensstil und eine hohe Lebensqualität gesorgt – sowohl in Nordamerika als auch in Westeuropa. Wir denken, das wird so weiter gehen”, sagt er.

Die Pipeline soll über Farmland im US-Bundesstaat Nebraska führen. Es ist eines der umstrittensten Projekte in den USA. Eine heiße Kartoffel auch für Präsident Barack Obama, denn viele Farmer sind gegen das Projekt. Auch Meghan und Rick Hammond wehren sich seit sechs Jahren dagegen. “Unsere Generation stammt aus der Zeit, als Kennedy die Welt zu einem besseren Ort machen wollte, dazu woll auch wir einen Beitrag leisten. Angesischts des Klimawandels möchte ich diese Welt als eine lebensfähige hinterlassen”, sagt er.

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Die ausgelöschte Supermacht

Quelle:  israelnetz.com

Fast zweitausend Jahre lang hat das Assyrische Reich den Mittleren Osten beherrscht. Vor etwa 2.700 Jahren ist das mächtige Reich im heutigen IS-Gebiet zwischen Nord-Irak und Syrien implodiert. Fortan wurde es von den Hethitern (den heutigen Türken) und den Babyloniern (heute Irak) beherrscht. Jüngste Erkenntnisse über seinen Zusammenbruch lösen in Israel Sorge aus.

Der plötzliche Zusammenbruch sei eine Folge von Überbevölkerung und Dürre gewesen. Diese Erkenntnisse eines türkisch-amerikanischen Forscherteams lösen ausgerechnet in Israel Sorgen aus. Israel steht auf dem internationalen Index überbevölkerter Länder an zweiter Stelle nach Singapur und vor Kuwait. Zugleich wird wegen des Klimawechsels zunehmende Dürre in der ganzen Region vorhergesagt. Adam Schneider von der „University of California“, San Diego, und Selim Adali von der Istanbuler Universität behaupten, erstmals einen Zusammenhang zwischen Klimawechsel und dem Untergang einer Supermacht hergestellt zu haben. Sie veröffentlichten ihre These im Journal „Climatic Change“ mit einem Spruch des Königs Sanherib als Titel: “Keine Ernte eingefahren”.

Im Jahr 701 vor Christus ist unter König Hiskia in Judäa ein von Ägypten und den Babyloniern gestützter Aufstand gegen die Assyrer ausgebrochen. Sanherib kam und belagerte das von Hiskia mit einem bis heute erhaltenen unterirdischen Wassertunnel und mit Mauern befestigte Jerusalem. Doch der assyrische König musste wegen eines Aufstandes in Ninive unverrichteter Dinge heimkehren, zumal laut Bibel „Boten Gottes 185.000 im Lager der Assyrer getötet hatten“ (2. Könige 19,35).

Die Forscher behaupten, dass die Wirtschaft wegen fünfjähriger Dürre und Überbevölkerung zusammengebrochen und das politische System durch Bürgerkriege erheblich geschwächt worden sei. Deshalb wäre die Supermacht zum Raub anderer Völker geworden. Ninive wurde 612 vor Christus von Babyloniern und Medern eingenommen.

In der ehemaligen assyrischen Hauptstadt Ninive hat übrigens die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) vor kurzem das Grab des biblischen Propheten Jona abgerissen.

Foto: YouTube/Screenshot Israelnetz
Im Juli hat die Terrormiliz IS im irakischen Mossul das Grab des alttestamentlichen Propheten Jona zerstört. Foto: YouTube/Screenshot Israelnetz

Warum die Sache schiefgeht

Börsenkolumnist Dr. Bernd Niquet in seinem Börsenbrief zu dem Buch von Karen Duve „Warum die Sache schiefgeht – Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um unsere Zukunft bringen“

„Ich denke zwar weiterhin, dass wir unsere natürliche Umwelt systematisch zerstören, möchte aber trotzdem lieber von unfähigen Politikern und korrupten Wirtschaftsführern regiert werden als von so einer Fascho-Öko-Tussi. Lieber in Freiheit umkommen als in einer Diktatur weiterleben.“

Vermutung: Dr. Bernd Niquet ist ein älterer weißer Mann, keine Kinder, isst gerne gutes Fleisch, liebt sein dickes Auto und Südsee Urlaub und und  …. aber um Himmelswillen stopp,  nicht spekulieren. Vielleicht ist er auch ein Idealist, hat geniale Ideen wie wir den Klimawandel anders stoppen und sorgt sich rührend um seine Kinder. Was schwer fällt zu glauben, ist sein Sachverstand in Sachen Risikoabschätzung.

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Hier der volle Text im „Doersam-Brief“ vom  9.11.2014

Warum die Sache schiefgeht, von Dr. Bernd Niquet

Es war dieser Satz über den Zustand unserer Welt, der mich in den
Bann gezogen hatte: „Alle, die es wissen wollen, wissen sehr gut,
was da auf uns zukommt.“ Denn ist das nicht genau die These, die ich
in meinem neuen Buch „Die bewusst herbeigeführte Naivität“ selbst
vertrete, dessen Erscheinen ich Ihnen hier feierlich mitteilen kann?

Meine in diesem Buch ausgebreitete Auffassung lautet: Unsere moderne Welt ist so komplex, dass kaum noch jemand in der Lage ist, sie zu begreifen. Ihre Grundlagen sind hingegen eigentlich für jeden sehr einfach zu verstehen, und damit die Frage, was richtig und was falsch ist.

Aus diesem Grunde habe ich mir dann das Buch von Karen Duve „Warum die Sache schiefgeht – Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um unsere Zukunft bringen“ gekauft. Doch großer Gott, ich habe keineswegs erwartet, was da auf mich zukommt.

Es beginnt bereits auf der ersten Seite. Da will die Autorin mit der
Gehirnforschung zeigen, wie wir Menschen uns schwertun, eine „noch nie dagewesene Katastrophe zu begreifen.“ Es passiert selten, dass ich bei einem Buch bereits beim dritten Satz wütend werde, doch hier ist das so.

Denn hier wird suggeriert, es gäbe ein richtiges und ein falsches
Wissen. Frau Duve möchte also, dass wir alle einer Meinung sind und alle die richtige Weltsicht haben. Kommt einem das nicht gerade zum 25sten Jubiläum des Mauerfalls merkwürdig vertraut vor?

Als Börsianer weiß ich gut genug, dass wir nur dann eine Zukunft
haben, wenn unsere Meinungen über die Zukunft divergieren. Wären wir plötzlich alle einer Meinung, würde das System zusammenbrechen. Denn wenn plötzlich jeder verkaufen wollte, gäbe es keine Käufer mehr. Und ist das nicht in unserer Gesellschaft genauso?

Es geht hier also anscheinend um Diktatur. So wie der Marxismus-Leninismus in der DDR das wissenschaftlich fundierte Weltbild der Arbeiterklasse abgeben sollte, möchte Frau Duve uns heute die Ergebnisse der Klimaforschung als wissenschaftlich fundiertes wahres Abbild der realen Welt überstülpen.

Wer sich einmal mit Modelltheorie befasst hat, weiß, dass kein
Forscher in der Lage ist, die Ausbreitung auch nur eines einzelnen
Gases in der Atmosphäre vollständig zu beschreiben. Doch diese dumme Nuss von Autorin glaubt unbesehen, dass man die Klimaerwärmung der Erde bis zum Jahr 2100 numerisch bis auf die erste Nachkommastelle genau berechnen kann. Da bleibt mir fast die Luft weg.

Nach der Einleitung habe ich das Buch weggeworfen, weil ich mich
nicht weiter ärgern möchte. Erreicht hat das Buch bei mir genau das
Gegenteil dessen, was beabsichtigt war. Ich denke zwar weiterhin,
dass wir unsere natürliche Umwelt systematisch zerstören, möchte
aber trotzdem lieber von unfähigen Politikern und korrupten
Wirtschaftsführern regiert werden als von so einer Fascho-Öko-Tussi. Lieber in Freiheit umkommen als in einer Diktatur weiterleben.

Wenn Sie dagegen ein eher undogmatisches und selbstkritisches Buch zu diesem Thema sowie über die Euro- und Ukrainekrise lesen wollen, schauen Sie hier: „Die bewusst herbeigeführte Naivität“,
http://newsletter.ftrend.info/go/7/1422TVNP-141P2L8A-UUFRSP4-V3QI47.php.

Ausführliche Informationen zum DOERSAM-BRIEF finden Sie im Internet unter: www.doersam-brief.de

Der DOERSAM-BRIEF kann unter www.doersam-brief.de abonniert werden.

Für Anregungen, Kritik und Kommentare haben wir immer ein offenes Ohr, selbstverständlich auch für lobende Worte. Wir freuen uns auf Ihre Meinung: mailto:info@doersam-brief.de

 

Kartaz-logoen Duve in der taz:

„Selbstverständlich sind auch die Politik, der Kapitalismus und der Mensch als Gattung schuld. Vor allem aber ist es eine kleine Kaste ehrgeiziger, machtbesessener und risikobereiter Männer – teilweise echte Psychopathen –, die seit Urzeiten die Weltläufe und die Ideologien bestimmt und die langfristigen Interessen der Menschheit für den kurzfristigen Vorteil ihres Unternehmens aufs Spiel setzt, und zwar in jeder Staatsform, wie man am realen Kapitalismus sehen kann und am realen Sozialismus sehen konnte.“

http://www.taz.de/!147901/

 

Globale Erwärmung und Klimawandel einfach erklärt

Globale Erwärmung und Klimawandel – spätestens seit sich zerstörerische Hurrikane, sengende Sommerhitze und milde Winter häufen, sind diese beiden Worte in aller Munde. Die Prognosen für die Zukunft klingen nicht weniger bedrohlich: Wüsten breiten sich aus, Gletscher schmelzen und Landstriche werden überflutet. Mittlerweile hat man die Gefahren des Klimawandels erkannt und bemüht sich weltweit um Klimaschutz. Doch wie konnte es überhaupt zum Klimawandel kommen? Und reichen die Bemühungen im Kampf gegen die globale Erwärmung aus?

 

Die Bundeszentrale für politische Bildung erklärt die Zusammenhänge.

 

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Dramatische Dürre: Wie Wassermangel die Wirtschaft in Brasilien und Kalifornien lahm legt

Die Dürre in etlichen Teilen der Welt schadet der Wirtschaft enorm – von der Viehhaltung über die Industrie bis zu den Energieversorgern. Wenn es nicht bald kräftig regnet, könnten die Auswirkungen im nächsten Jahr massiv sein.

Obwohl es zuletzt ein wenig geregnet hat, leidet der brasilianische Bundesstaat Sao Paulo unter der schlimmsten Dürre seit sechs Jahrzehnten. Die Region steht für ein Drittel der Wirtschaftsleistung Brasiliens, weshalb die wiedergewählte Präsidentin Dilma Rousseff das Problem zügig angehen will. „Alles was in Sao Paulo passiert beeinträchtigt das Wirtschaftswachstum Brasiliens“, sagte Leonardo Dutra, Analyst bei Ernst & Young. „Der Mangel an Wasser kann die Erholung der Wirtschaft verzögern.“ Sie steckt bereits in der Rezession, weshalb Wassermangel das Letzte ist, was sie gebrauchen kann. Die Hälfte der brasilianischen Textilproduzenten sind in Sao Paulo. Weil der Wasserbestand im Verhältnis zu dem Abwasser deutlich zurückgegangen ist, ist die Wasserqualität in der Region deutlich schlechter geworden.

Agrarindustrie unter Druck

Weil die Dürre die Zuckerproduktion in Brasilien beeinträchtigt, soll sie in diesem Jahr um 16 Prozent auf 31,6 Mio. Tonnen sinken. In Brasilien wird der Rohstoff aus Zuckerrohr hergestellt. Der Wassermangel hat die Kaffeeproduktion deutlich beeinträchtigt. Die Branche macht sich bereits Sorgen wegen der Qualität der 2015er-Ernte. Brasilien steht für ein Drittel der weltweiten Kaffeeproduktion. Zuletzt hat der Chemiekonzern Solvay einen Teil seiner Produktion in Brasilien heruntergefahren, und sich damit einer Reihe von Unternehmen angeschlossen, die unter dem Wassermangel erheblich leiden. Der Zellstoffproduzent Fibria Celulose arbeitet an Notfallplänen. 38 von 645 brasilianischen Städten haben mit der Rationierung von Wasser begonnen. Der Energiekonzern Tractebel Energia hat gewarnt, dass 2015 deutliche höhere Strompreise drohen, wenn es in den ersten Monaten des Jahres 2015 nicht kräftig regnen sollte. Die größte Volkswirtschaft Südamerikas bezieht rund drei Viertel ihres Stroms aus Wasserkraft. Bei Wassermangel müssen die Versorger verstärkt auf Kohle oder Erdgas setzen. Das treibt den Strompreis nach oben. Eine länger anhaltende Dürre würde die Profitabilität vieler Versorger erheblich beeinträchtigen.

Verheerende Dürre in Kalifornien

Nachdem es das dritte Jahr in Folge im US-Bundesstaat Kalifornien deutlich weniger als üblich geregnet hat, herrschten zuletzt in mehr als 80 Prozent des Staats extreme Dürre. Eine wachsende Zahl an Gemeinden läuft Gefahr, dass bis Ende November die Wasserbestände zur Neige gehen. Die Kalifornier haben verstärkt auf das Grundwasser zurückgegriffen, allerdings dauert es lange bis sich das Grundwasser wieder ansammelt. Eine anhaltende Dürre hätte massive Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion, steht Kalifornien doch für die Hälfte des Exports der gesamten USA an Früchten, ein Drittel des Exports an Gemüse und rund 20 Prozent bei Milch. Besorgniserregend ist zudem, mit welch großem Abstand der Bundesstaat Kalifornien in diesen Bereichen vor dem zweitgrößten Produzenten in den USA liegt. Mancher Experte fragt sich daher: Wer soll den Beitrag Kaliforniens an der Lebensmittelproduktion der USA wettmachen?
von Egmond Haidt 30.10.2014 in finanzen100.de